Müller, Torsten

Der Ritter Christi

 historischer Roman, [= Edition Obst & Ohlerich, Bd. 2], trafo verlag 206, 334 S., ISBN 3-89626-570-9,  19,80 EUR

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Spannender und unterhaltsamer Ritterroman, der einem die Nächte raubt , 6. Juni 2006
Rezensentin/Rezensent: Ehlbeck - alle meine Rezensionen ansehen
Die Story ist ungewöhnlich. Hier wird nicht der große König oder Feldherr gehuldigt, auch wird keine hochkomplizierte Geschichte erzählt, die mit dutzenden von verschiedenen Personen und Szenen den Leser verwirrt.
Die Hauptperson Walter von Westereck ein leidenschaftlicher Teufelskerl, mit immer den richten Spruch auf den Lippen, aber erstaunliche "normale" Bedürfnisse und Verhaltensweisen an den Tag legt...
Der Ritter Christi ist ein hoch unterhaltsamer, temporeicher Roman, der einen in seinen Bann zieht. Gespikt mit Witz und gut recherierten Hintergrundinformationen über das Mittelalter. Genau das Richtige für einen entspannten Schmöcker zwischendurch - absolut lesenswert...

Bester Ritterschmöker seit langem..., 16. April 2006
Rezensentin/Rezensent: Michael (Osnabrück Deutschland) - alle meine Rezensionen ansehen
Das ist einer der besten Romane, den ich in den letzten Jahren gelesen habe.Ganz so blutrünstig wie der Klappentext erst denken lässt ist er allerdings nicht.Am Anfang etwas zuviel Kloster (bin mit den Namen anfangs schlecht klar gekommen).Aber dann, ab dem großen Turnier, in welchem Walter von Westereck zum Ritter geschlagen wird, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.Es ist einfach grandios spannend.Schön ist,dass der Autor das frühe Mittelalter und auch die Story nicht immer bierernst nimmt.An einigen Stellen habe ich laut aufgelacht.
Wer auf ritterliche Zweikämpfe,Kreuzzüge und Schlachtengetümmel steht, der wird hier bestens bedient.Auch die Liebe zum adligen Fräulein, harte Männerfreundschaft und intrigante Könige und Fürsten sind Hauptbestandteile der Geschichte. Bin restlos happy und wünsche mir mehr von diesem Autor!

Inhalt des Romans, 8. April 2006
Rezensentin/Rezensent: Rezensentin/Rezensent
Mitte des 12. Jahrhunderts verließen Tausende Menschen ihre angestammte Heimat, um im Namen des Herrn das Heilige Land für die Christenheit zurück zu gewinnen.
Große Namen tauchen aus dem Dunkel der Vergangenheit auf. Richard Löwenherz, Sultan Saladin und König Barbarossa sind mit den Kreuzzügen des Mittelalters untrennbar verbunden.
Wenig ist bekannt über die Einzelschicksale und Lebensumstände der Wallfahrer, die augenscheinlich ein ganzes Zeitalter mit Kreuz, Schwert und Blut prägten.
Spannend und fern jeder Idealisierung lässt dieser historischen Roman ein wirklichkeitsnahes, farbenprächtiges Panorama dieser bewegten Epoche entstehen, in der nicht nur vom Glauben beseelte Pilger den Weg zur Erlösung von ihren Sünden suchten.
Der junge und lebenslustige Walter von Westereck wächst in einem Kloster auf. Doch die Sittenstrenge und Gottesfürchtigkeit der Mönche färben nicht auf ihn ab. Seine Streiche sind unter den frommen Brüdern gefürchtet, zwanglos verliebt er sich sogar in ein adliges Fräulein. Dadurch macht er sich ihren eifersüchtigen Halbbruder Wilfried von Lauenaus zum mächtigen und unversöhnlichen Feind. Walter muss kurzerhand das Kloster verlassen, wird Knappe an Hof seines Vaters und später ein erfolgreicher Turnierreiter. Mit seinem Freund und Gefährten, einem geächteten sächsischen Ritter, zieht er unbeschwert und siegreich durch das Land, erkämpft sich Ruhm und sogar einigen Reichtum.
Aber die Vergangenheit holt ihn ein. Seine Familie wird grausam ermordet, der Besitz wird geplündert, die Dame seines Herzens entführt. Die Spur seines Erzfeindes führt nach Palästina. Angetrieben von unbändigem Hass, schwingt sich Walter zum Anführer eines ansehnlichen Kreuzfahrerheeres auf und verfolgt den Mörder. Aus dem fröhlichen, sinnesfrohen Ritter wird im Laufe der Wallfahrt ein rachsüchtiger, nach Vergeltung dürstender Jäger.