RUTH WEISS (geb. 1924)

Ruth Weiss arbeitete Jahrzehntelang als renommierte Wirtschafts- und politische Journalistin und Schriftstellerin. Den größten Teil Ihres Berufslebens verbrachte sie im südlichen Afrika.

Sie wurde 1924 als Tochter jüdischer Eltern in Fürth geboren, nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierte sie mit ihren Eltern 1936 nach Südafrika.

Nach dem Schulabschluss arbeitete sie zunächst in verschiedenen kommerziellen Unternehmen (darunter elf Jahre als Prokuristin in einer Versicherungsgesellschaft), ehe sie sich dem Journalismus zuwandte.

Die politischen Entwicklungen in und um Afrika haben sie ihr Leben lang beschäftigt. Der Apartheidpolitik im Südlichen Afrika  stand sie immer sehr kritisch gegenüber. Im Jahr 1966 verließ sie Südafrika, um in Südrhodesien das Büro der Johannesburger Financial Mail zu leiten. Die damalige weißen Regierung Südrhodesien wurde ihrer politischen Haltung - insbesondere ihrer kritschen Berichterstattung zum Thema Menschenrechte - bald überdrüssig und verwies sie des Landes.

Später arbeitete sie in England für den Guardian und den Investors Chronicle, kehrte aber wiederum nach Afrika zurück und arbeitete in Sambia als Wirtschaftsredakteurin für die "Times of Zanbia" und als Sambiakorrespondentin der "Fincmcial Times". Nach einem dreijährigen Internmezzo bei der Deutschen Welle in Köln zog es sie nach der Unabhängigkeit Zimbabwes wieder nach Afrika/Harare zurück. Hier wirkte sie bis zu Beginn der 90er Jahre als Dozentin in der Ausbildung von Wirtschaftsjournalisten sowie in anderen Projekten. Zu Beginn der 90er Jahre beendete sie ihre berufliche Karriere.

 2002 kehrte sie in ihr Geburtsland Deutschland zurück und lebt seitdem in Norddeutschland.

Bereits in der Kindheit begann sie zu schreiben, und ihr Traum war es, Schriftstellerin zu werden. Diesen Traum konnte sie sich jedoch erst im reifen Alter erfüllen. Wie ihre Bibliographie zeigt, ist Ruth Weiss bis heute von ungebrochener Leidenschaft für das Schreiben erfüllt. Viele frühe Bücher waren Sachbücher, sie schrieb aber auch Kinderbücher und Kurzgeschichten. Obwohl afrikanische Themen ihre Arbeit dominieren, befasst sie sich heute auch mit der Geschichte des  Judentums. Ihr Roman "Der Judenweg" - ein historischer Roman, der in Franken im 17. Jahrhundert spielt - ist 2004 bei Mosse (Berlin) erschienen, ein zweiter Teil erschien im November 2006. Der Roman "Meine Schwester Sara", der zuerst beim Maro-Verlag, später bei dtv nachaufgelegt wurde, wurde 2006 in Baden Württemberg zur Pflichtlektüre für das Schlussexamen 2007 an allen Realschulen ausgesucht.

 

Von Ruth Weiss sind im trafo Literaturverlag erschienen:

 

Weitere Veröffentlichungen der Autorin (Auswahl)

Veröffentlichungen - deutsch

Weitere Projekte

Veröffentlichungen - englisch