Kautzleben, Heinz

 


 

Jahrgang 1934, Studium der Geophysik an der Karl-Marx-Universität Leipzig (Diplom 1957), 1962 Promotion zum Dr. rer. nat., Habilitation 1966. Mitarbeiter in Instituten der Akademie der Wissenschaften von 1957 bis 1991: des Geomagnetischen Institutes 1957–1968 (ab 1965 Abteilungsleiter), des Geodätischen Institutes 1968 (komm. Direktor), des Zentralinstituts für Physik der Erde 1969–1988 (1969 stellvertretender Direktor, ab 1973 Direktor) und des Institutes für Kosmosforschung 1989–1991 (Direktor). Zusätzlich ab 1983 stellvertretender Leiter und ab 1984 bis 1990 Leiter des Forschungsbereichs Geo- und Kosmoswissenschaften der Akademie.

1969 vom Präsidenten der Akademie zum Professor ernannt. 1978 mit dem Nationalpreis der DDR (III. Klasse) ausgezeichnet. 1979 Korrespondierendes, 1987 Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR. Seit 1986 Ehrenmitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. Mitglied der Leibniz-Sozietät.

Betätigte sich in seinem gesamten beruflichen Leben in der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit – weltweit anfangs in der Internationalen Assoziation für Geomagnetismus und Aeronomie, ab 1971 in der Internationalen Assoziation für Geodäsie (ab 1975 Mitglied des Exekutivkomitees, 1987 2. Vizepräsident); im Rahmen der Zusammenarbeit der Akademien der Wissenschaften der sozialistischen Länder zur planetaren Geophysik (ab 1974 Mitglied des Büros der Kommission, ab 1978 stellvertretender Vorsitzender); im Rahmen des Programms Interkosmos ab 1976. Mitglied aller zuständigen Nationalkomitees der DDR. Mitglied des Koordinierungskomitees Interkosmos ab 1974, stellvertretender Vorsitzender ab 1988 sowie Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des „KoKo" ab 1974, Vorsitzender ab 1988. Die Tätigkeit in den wissenschaftlichen Gremien endete bei deren Auflösung am Ende der DDR.


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