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Thomas LeinkaufEinheit, Natur, Geist. Beiträge zu metaphysischen Grundproblemen im Denken von Gottfried Wilhelm Leibniz |
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[= Frankfurter Kulturwissenschaftliche Beiträge, Bd. 13], 307 S., ISBN 978-3-89626-927-0, 39,80 EUR
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InhaltsverzeichnisEinleitung 7»Diversitas identitate compensata«. Ein Grundtheorem in Leibniz’ Denken und seine Voraussetzungen in der frühen Neuzeit 15»Diversitas identitate compensata«. Ein Grundtheorem in Leibniz’ Denken und seine Voraussetzungen in der frühen Neuzeit (II) 43Substanz, Individuum und Person. Anthropologie und ihre metaphysischen und geisttheoretischen Voraussetzungen im Werk von Leibniz 67Gottfried Wilhelm Leibniz. Systematische Transformation der Substanz: Einheit, Kraft, Geist 91Überlegungen zum Begriff des ›Geistes‹ bei Leibniz 117Einheit, innere Kraft und substantielle Form. Der Begriff der Substanz bei Giordano Bruno und Gottfried Wilhelm Leibniz 137Der Platz des Anderen. Überlegungen zu Liebe, Glück, Leben bei Leibniz 169Leibniz und Platon 191Ästhetik bei Leibniz? Einige Anmerkungen zum Syndrom von Erkenntnistheorie und Theorie des Schönen 213Philosophische Implikationen des Begriffs ›Grund‹ am Beispiel der Vorstellung eines »propre fond« bei Leibniz 231Leibniz’ Naturkonzeption und seine optimistische Weltsicht 249Leibniz’
Abhandlung ›Meditationes de cognitione, veritate et ideis‹ von 1684 –
eine Diskussion erkenntnistheoretischer Grundprobleme mit Blick Leibniz’ Konzept der prästabilierten Harmonie. Beobachtungen zu den §§ 78–81 und 87 der Monadologie 291 Literaturverzeichnis 303 Über den Autor 322 Bildnachweis 322
Klappentext Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716) kann als der wohl letzte Mensch nicht nur universaler Bildung sondern vor allem universaler wissenschaftlicher Innovativität gelten. Seine epochalen Leistungen auf den Gebieten der Mathematik, der Iurisprudenz, der Historik, der Logik (Kombinatorik) und der Philosophie als metaphysischer Kernwissenschaft, sowie seine praktisch-technischen Innovationen im Bergbau oder die Erfindung der Rechenmaschine sprengen die Vorstellungen, die man sich mit guten Gründen von den Kapazitäten eines Individuums normaler Weise zu machen erlaubt. Leibniz steht mit dieser multifokalen Orientierung und auch mit seiner substantiellen Synthese aus Theorie und Praxis (theoria cum praxi) in direkter Tradition des frühneuzeitlichen Humanismus. Was ihn allerdings deutlich unterscheidet von diesen Voraussetzungen ist nicht nur die Tatsache, daß er die durch Descartes eingebrachten Herausforderungen rationaler Reduktion, Quantifizierung und Kalkülisierung annehmen und produktiv verarbeiten mußte, sondern daß er die methodischen und theoretisch-systematischen Standardisierungen der Wissenschaften, die durch Descartes, aber auch schon durch Galilei, Harvey, Bacon u.a. eingebracht worden waren, aufgenommen hat und auf deren Basis ein bis dahin ungekannt genaues philosophisches „System“ errichtet hat. Die hier vorgelegte Sammlung von Aufsätzen zu Leibniz‘ Philosophie kann sich nicht anmaßen, dieses „neue System“ in seiner komplexen Entstehung noch in seiner inneren, alles Wissen und alle Sachgebiete mit betreffenden Struktur vollständig darzustellen. Vielmehr werfen die einzelnen Beiträge – das verbindet sie trotz des zeitlichen Abstandes ihrer Entstehung – ein Licht auf dieses System, das aus einer bestimmten, für das Denken von Leibniz und der Tradition, auf die er sich immer wieder bezieht, zentralen Tradition herkommt: es ist das Licht, das, vermittelt über eine reichhaltige Rezeptions- und Auslegungsgeschichte, aus der intensiven Reflexion auf das Eine (als des Prinzips von Sein und Denken) und der Nous-Theorie der Antike in die Neuzeit ausstrahlte und das Leibniz in vielfältiger Weise aufgegriffen und transformiert hat. Die Begriffe des Einen und des Geistes sind es, die in den vorliegenden Überlegungen durchgehend in ihrer Bedeutung für das Denken und den Systemansatz von Leibniz herausgestellt werden.
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