Hörz, Helga E.:

„Zwischen Uni und UNO. Erfahrungen einer Ethikerin"

[= Reihe Autobiographien, Band 37] 2009, 393 S., zahlr. Fotos, Personenregister, ISBN 978-3-89626-924-9, 29,80 EUR

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Inhalt

Eine international ausgewiesene Wissenschaftlerin und anerkannte Diplomatin schildert ihre Erfahrungen in wissenschaftlichen Auseinandersetzungen, mit diplomatischen Konflikten und bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Helga E. Hörz, Jahrgang 1935, leitete hauptamtlich als Professorin den von ihr gegründeten Bereich Ethik an der Sektion Philosophie der Humboldt-Universität und vertrat die DDR über 15 Jahre ehrenamtlich in der UNO-Kommission „Zum Status der Frau“. So bewegte sie sich zwischen Uni und UNO. Es geht um viele Begegnungen mit interessanten Persönlichkeiten, um Standpunkte zu historischen und aktuellen ethischen Problemen, um ernste Konflikte und humorvolle Treffen.
Die Autorin schildert ihren Lebensweg, der ihre Interessen für Ethik ausprägte und ihre Lebens-Maxime als entschiedene Verfechterin für eine Welt ohne Krieg und für die Gleichberechtigung der Geschlechter bestimmte. Er führte sie von Danzig über Nauen nach Berlin, wo sie Philosophie studierte. Erfahrungen sammelte sie in der Jugendarbeit im Berliner Glühlampenwerk, arbeitete als wissenschaftliche Assistentin an der Hochschule für Ökonomie in Berlin, promovierte und habilitierte an der Humboldt-Universität. Sie entwickelte sich zur international gesuchten Gesprächspartnerin, die Konsensbereitschaft mit Prinzipientreue in allen Bereichen verband, in denen sie tätig war.
Die Autorin belegt mit vielen Beispielen, wie es möglich war, aufgeheizte Situationen in der Zeit des kalten Krieges durch vernünftige Kompromisse zu entspannen. Sie war an der Ausarbeitung der UNO-Konvention zur Beseitigung aller Formen der Diskriminierung von Frauen beteiligt. In vielen verantwortlichen Positionen, so als 1. Vizepräsidentin auf der Weltfrauenkonferenz in Kopenhagen, als Präsidentin der erweiterten Tagung der Kommission „Zum Status der Frau“ mit Weltkonferenzcharakter 1990 wirkte sie mit ihren fundierten Kenntnissen als Ethikerin für die Rechte der Frauen. Als Professorin suchte sie den Kontakt mit allen Schichten der Bevölkerung, um Ethik im Alltag zu verstehen und angeforderten Rat, soweit es möglich ist, zu geben.
Ihr Weg war nicht einfach. Als Mutter von drei Kindern mit einem ebenfalls in der Wissenschaft aktiven Mann war die berufliche und familiäre Belastung nur durch konkrete Arbeitsteilung in der Familie zu bewältigen. Probleme und ihre Lösung werden benannt. 1990 erfolgte die doppelte „Abwicklung“ als mit der Wiedervereinigung Deutschlands kein Interesse mehr an den wissenschaftlichen und internationalen Erfahrungen der Autorin durch die neue Obrigkeit bestand. Doch sie arbeitete weiter. Noch leitet sie die Bildungsakademie der Volkssolidarität in Berlin.

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