Krenn, Karl Jürgen

 

KRENN‘S BERLIN CHRONIK 1945–1950

 

… als Deutschland gespalten wurde

Ende Zweiter Weltkrieg  •  Nachkriegszeit

was, wann, wo, wer und warum

Jahr für Jahr, Monat für Monat, Tag für Tag


 

 

 

 

trafo Wissenschaftsverlag, 2009, 594 S., ISBN 978-3-89626-917-1, 59,80 EUR

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Einleitung

Das Ende des Zweiten Weltkrieges, die Nachkriegszeit unter alliierter Besatzung und der Beginn der deutschen Zweistaatlichkeit sind Thema der Chronik. In dieser Zeit wurden die Weichen für die Verhältnisse in den darauf folgenden 40 Jahren im gespaltenen Deutschland gestellt. Berlin war zu dieser Zeit der Brennpunkt des Geschehens, während sonst in Deutschland die Entwicklung nach den Vorstellungen der jeweiligen Besatzungsmacht ihren Lauf nahm. Nur hier stießen die unterschiedlichen Vorstellungen der Siegermächte direkt aufeinander und führten zu entgegengesetzten Ergebnissen, die von den Berlinern hingenommen werden mussten. Der Autor versucht, ein lebendiges Bild dieser Zeit zu vermitteln. Diejenigen, die diese Zeit miterlebt haben, werden sich an manches erinnern können, und allgemein soll das Verständnis dafür geweckt werden, warum bis heute die Verhältnisse in Berlin so unterschiedlich geblieben sind, wie sonst in keiner deutschen Stadt.

Der Autor hat für seine Chronik, die eine persönliche Sicht der Stadtgeschichte ist, nur frei zugängliche öffentliche Quellen benutzt. Hierbei hat der Autor die Erfahrung gewonnen, dass sich die Quellenlage verbessert, je näher die beschriebene Zeit sich der Gegenwart nähert. Da der Autor eine Chronik für das ganze 20. Jahrhundert plant, die über die Zeit in der vorliegenden Chronik hinaus reicht, und den Zeitraum von 1900 bis 1945 bereits im Konzept erarbeitet hat, hat er sich dennoch für den Zeitabschnitt 1945 bis 1950 zur Erstveröffentlichung entschieden. Zum einen, weil die Konzeptqualität für diese Zeit den höchsten Stand hat, und zum anderen, weil es zu diesem Zeitabschnitt relativ wenig systematisierte historische Darstellungen gibt.

 

Hinweise zum Lesen der Chronik

Dem eigentlichen Chronikteil sind in jedem Jahr Angaben vorangestellt, die für das ganze Jahr gelten. Unter dem Begriff "Situation" werden der Status der Stadt in Bezug auf Deutschland benannt und die Persönlichkeiten, die in der Stadt direkt oder indirekt das Sagen hatten. Unter dem Begriff "Statistik" finden sich diverse Angaben zur Politik, Kultur und Bevölkerung mit ihren Lebensbedingungen. Bei der Darstellung der einzelnen Ereignisse steht am Anfang eine auf das Ereignis hinweisende Titelzeile in charakteristischer Schrift. Danach folgt das Datum. Zu ihm gehört der Wochentag und in besonderen Fällen ein Hinweis auf Uhrzeit, Wetter oder einen Feiertag.

Die Ereignisse sind in vier Kategorien unterteilt, denen eine spezielle Schrifttype zugeordnet ist, die in der Titelzeile erscheint: Politik, Wirtschaft / Technik, Kultur und Bautätigkeit. Ansonsten werden diese Schrifttypen nur für Personen und Eigennamen verwendet. Die vom Normaltext abweichenden Schrifttypen haben den Vorteil, dass gesuchte Ereignisse und Personen schnell gefunden werden. Die Ereignisse sind in einer wiederkehrenden Systematik beschrieben, die Wiederholungen mit sich bringen. Die Chronik soll wie ein Nachschlagewerk gelesen werden, bei dem Wiederholungen nicht auffallen. Die Wiederholungen ersparen zeitraubendes Nachblättern.

Zu jedem Ereignis gehört ein bestimmtes Minimum an Informationen. Neben dem Datum ist der Ort angegeben, wo das Ereignis stattgefunden hat. Darüber hinaus hat jedes Ereignis seine besonderen Eigenheiten. Bei einer Opernpremiere z. B. folgt dem Titel das Entstehungsjahr und der Name des Komponisten, bei ausländischen dessen Nationalität. Angegeben ist das Theater, in dem die Premiere stattfand. Es folgen Regisseur, Dirigent, Bühnenbildner und die wichtigen Sänger mit ihrer Partie, eine kurz gehaltene Inhaltsangabe, einschließlich der Angabe von Ort und Zeit der Handlung. Eine Wertung der Aufführung schließt den Text ab. Das ist der Idealfall, wenn sich mit vertretbarem Aufwand alle Angaben ermitteln ließen.

Für bedeutsame Ereignisse, zu denen kein exaktes Datum zu finden war, ist der Abschnitt "im Laufe des Jahres" angefügt. In diesem Abschnitt sind darüber hinaus u. a. die während des Jahres gestorbenen Persönlichkeiten genannt. Es werden möglichst viele an einem Ereignis Beteiligte genannt, ohne damit die Verständlichkeit des Textes zu sehr zu beeinträchtigen. Zu jeder Persönlichkeit gehört die Angabe von Alter, Tätigkeit und zusätzlich Parteizugehörigkeit und Funktionen, wenn es sich um politische Ereignisse handelt. Menschen lassen ein Ereignis lebendig werden. Aus dem gleichen Grund werden Originalbegriffe aus der damaligen Zeit verwendet und in Klammern ein Hinweis auf die heutige Benennung gegeben, so bei Straßennamen, die im Laufe der Zeit geändert wurden.

Am Ende jeder Jahreschronik gibt es die Rubrik "Bautätigkeit". Hier sind im Laufe des Jahres begonnene Neubauten aufgeführt. Zum besseren Erkennen wird bei Eigennamen, Namen von Institutionen, Zeitungstiteln, Veranstaltungen, Gesetzesbezeichnungen und sinngemäßen Zitaten am Anfang und Ende ein Apostroph (') gesetzt, was in der Schriftsprache nur für eine wörtliche Rede innerhalb einer wörtlichen Rede üblich ist. Anführungszeichen (") werden bei wörtlicher Rede, Textstellen und Titeln von Büchern, Theaterstücken und Filmen angewendet. Zahlen, die in der Chronik erscheinen, haben in der Regel eine untergeordnete Bedeutung und dienen der Illustration eines Sachverhalts. Deshalb sind sie, abgesehen von Ausnahmen, in Klammern gesetzt. Zahlen werden bis zu zwei Stellen in Ziffern angegeben (von 1 bis 99). Sie lassen sich problemlos erfassen und bewerten. Größere Zahlen sind gerundet, ohne dass besonders darauf hingewiesen wird, z. B. statt 12.345 gerundet 12.000. Zum leichteren Verständnis des Textes sind auch untergeordnete Textteile in Klammern gesetzt. Das macht auf den ersten Blick den Text unübersichtlich. Es empfiehlt sich daher, beim ersten Lesen alles, was in Klammern gesetzt ist, zu überlesen.

Im Anhang befindet sich ein Personenregister. Es dient als zusätzliche Information zu den Ereignissen und ist mehr als eine Auflistung der im Text genannten Personen. Zu jeder der 4.300 Personen werden Lebensdaten, Beruf, Funktionen und andere charakteristische Besonderheiten angegeben, soweit sich das ermitteln ließ. Als Suchbereich ist der Monat und nicht wie sonst üblich die Seitenzahl angegeben. Weiterhin gibt es ein Titelregister für Bücher, Filme, Operetten, Opern und Theaterstücke.

Berlin, 2009

Karl Jürgen Krenn