Thums, Barbara / Werberger, Annette (Hrsg.):

"Was übrig bleibt. Von Resten, Residuen und Relikten"

[= Frankfurter Kulturwissenschaftliche Beiträge, Bd. 4], 2009, 209 S., ISBN 978-3-89626-721-4, 26,80 EUR

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Klappentext

Im Zuge des ›cultural‹ und des ›material turn‹ erlebt die Erkundung von Marginalisierungen, das Interesse für Ausgeschlossenes, Ausgeblendetes und Verdrängtes in der Geschichte des Denkens, im Denken von Geschichte sowie im Rahmen ästhetischer Konzepte eine erneute Konjunktur. Die Produktivität von Resten und Residuen gilt es in diesem Zusammenhang erst noch zu entdecken. Die Beiträge gehen folgenden Fragen nach: Wie werden die Reste in ihrer ganz konkreten Materialität bestimmt? In welchen Wissensformen spielen Reste als dasjenige, was übrig bleibt, eine zentrale Rolle? Worin besteht die jeweilige Leistung des Restes, welche interdisziplinären Aneignungen lassen sich beobachten und welche ästhetischen Effekte werden dabei produziert? Vor dem Hintergrund dieses Fragehorizonts versteht sich der Band auch als Beitrag zur Selbstreflexion des kulturwissenschaftlichen Paradigmas, der nicht nur die Reste selbst, sondern mit ihnen auch die konkrete Praxis kulturwissenschaftlicher Methoden sowie deren Leistungspotential für die genannten Problemstellungen in den Blick nimmt.
Mit einer Einleitung von Barbara Thums und Annette Werberger unter Mitarbeit von Julia Kerscher sowie Beiträgen von Michael C. Frank, Bernhard Greiner, Dorothee Kimmich, Markus Krajewski, Helga Lutz / Dietmar Schmidt, Volker Mergen­thaler, Katharina Münchberg, Schamma Schahadat, Barbara Thums, Annette Werberger.

Inhalt

Einleitung
Barbara Thums / Annette Werberger

Tabula Rasa. Der Rest stiftet den Neuanfang
Markus Krajewski

Siegfried Kracauer: Schäbige Dinge im Exil
Dorothee Kimmich

Blood Simple. Poetik des Rests und filmisches Bild
Helga Lutz / Dietmar Schmidt

Adalbert Stifters Der Nachsommer: Reste-lose Poetik des Reinen?
Barbara Thums

Philosophie und Poetik des Rests. Giorgio Agamben und Charles Baudelaire
Katharina Münchberg

Das nicht zu Ende Gesprochene: Reste der Rede
(Am Beispiel Cyprian Norwids)
Schamma Schahadat

Waste: Landschaft mit Resten (T. S. Eliot und Heiner Müller)
Bernhard Greiner

»Kunstvoll ehrt man … die Verstorbenen«
Etho-Poetik der Bestattungskultur
in Christoph Ransmayrs Die ersten Jahre der Ewigkeit
Volker Mergenthaler

»Ein unauslöschliches Zeichen«:
Die polynesische Tätowierung in Reiseberichten
des 18. und 19. Jahrhunderts
Michael C. Frank

Reste der Tradition.
Der Diskurs des Primitiven in der
russisch-jüdischen Ethnographie und Literatur
Annette Werberger

Kurze Angaben zu den Autorinnen und Autoren