Heimatverein Köpenick e.V. (Hg.)

Von Copnic nach Köpenick – Ein Gang durch 800 Jahre Geschichte

2009, 375 S., zahlr. Fotos u. Abb., ISBN 978-3-89626-700-9, 19,80 EUR    => Lieferanfrage

 

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Als am 10. Februar 1209 der Lausitzer Markgraf Konrad II. eine Urkunde unterzeichnete, tauchte darin erstmals schriftlich der Ort „Copnic“ auf. Diese Urkunde gilt als der Geburtstag für die Region, deren Name sich im Laufe der Jahrhunderte veränderte: Von „Copnic“ ging es nach Köpenick. 800 Jahre später ist dies ein Anlass, an die wechselvolle Geschichte der Stadt am Rande Berlins zu erinnern.

Dieses Buch wirft Schlaglichter auf die lange Geschichte Köpenicks. Köpenick hat mehr Geschichte zu bieten als wohl seine weltbekannteste: die des falschen Hauptmanns von Köpenick, der 1906 die Stadtkasse beschlagnahmte. Da blickte Köpenick schon auf sieben Jahrhunderte Geschichte seit der besagten Urkunde von 1209 zurück. Und Köpenick war über diese Jahrhunderte Anziehungspunkt –
für Siedler, Einwanderer, Zuzügler. Sie ließen sich von der wasserreichen Natur faszinieren und prägen den Ort bis heute. Burg, Schloss und Rathaus Köpenick sind im Laufe der Zeit entstanden und sahen viel Freude, viel Leid. Ihre Geschichte und ihre Geschichten sind Themen in diesem Buch. Mehr als 30 Beiträge sind hier versammelt. Traditionen wie der Köpenicker Grenzenzug werden ebenso beleuchtet wie die Geschichte der Waschfrauen und die Bedeutung von Wäldern, Natur und Sport für die Region.

 

Gerade diese kleinen Geschichten zeigen, warum Köpenick so lebens- und liebenswert ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lieber Leser, liebe Leserin,
jede Geschichte hat einen Anfang und ein Ende. Das gilt natürlich auch für jede der in diesem Buch vorgelegten. Der Unterschied ist: Sie alle sind Teil der Geschichte von Köpenick und seiner damaligen Umgebung, deren Anfang im Nebel der Vergangenheit liegt und deren Ende in für uns unsichtbarer Zukunft. So bleibt die Beschränkung auf die 800 Jahre Köpenick, dessen erstmalige urkundliche Erwähnung auf den 10. Februar 1209 datiert. Da aber der Umfang eines Buchs auf den zur Verfügung stehenden Platz zwischen seinen beiden Deckeln begrenzt ist, gilt es, eine kluge Auswahl zu treffen und Überschneidungen zu bereits vorliegenden Werken zu vermeiden. Das ist dem Heimatverein Köpenick als Herausgeber und den Autoren und Autorinnen vortrefflich gelungen. Für ihre Mühe und für ihre Akribie sage ich herzlichen Dank.
Abgeschlossen ist freilich die Geschichte Köpenicks als selbstständige Stadt. Sie währte 681 Jahre, seit 1381 bereits mit einer Stadtverfassung, und endete am 1. Oktober 1920 mit der Eingemeindung nach Groß-Berlin als dessen 16. Verwaltungsbezirk. Und auch dies ist schon wieder Geschichte, denn am 1. Januar 2001 wurde Köpenick mit dem links der Spree gelegenen Bezirk Treptow von Berlin zum 9. Bezirk der Bundeshauptstadt fusioniert, dessen Namen die Bezirksverordnetenversammlung auf Treptow-Köpenick festlegte.
Die bevorzugte Lage von Treptow-Köpenick im Südosten der Stadt mit seinen ausgedehnten Wald- und Wasserflächen macht es zu einem beliebten Ziel für Sportler und Erholungssuchende und zu einer begehrten Wohnlage. Unser Bezirk ist aber keineswegs nur das „Sofa“ Berlins, sondern auch weit über die Grenzen hinaus bekannter Standort für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien. Dieses Ensemble bewirkt seine weiter wachsende Attraktivität als ein Gemeinwesen, das sich seiner Geschichte bewusst ist, das seine Traditionen pflegt, gleichzeitig in der Moderne angekommen ist und seinen Blick in die Zukunft richtet.

Gabriele Schöttler
Bezirksbürgermeisterin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis


Lieber Leser, liebe Leserin    9
Gabriele Schöttler

Vorwort           11
Stefan Förster

800 Jahre Köpenick – Abriss einer Stadt- und Bezirksgeschichte      13
Kurt Wernicke

Köpenick 1209 – Archäologie und Geschichte       35
Gunnar Nath

Köpenick als Tor zur mittelalterlichen Besiedlung des Barnim     49
Rolf Barthel

Hin und her, auf und ab – durch die Mitte, außen rum     65
Christian Breer

Als die Quitzows Burg und Stadt Köpenick vereinnahmten   75
Martin Küster

Der Köpenicker Grenzenzug     81
Ruth Kähler

Köpenicker Querelen um das liebe Bier     93
Gaby Huch

Schlossherren von Köpenick und ihre Beiträge
zur Stadtentwicklung bis zum Ende des 18. Jahrhunderts   105
Barbara Schwantes

Die Französische Kolonie in Köpenick:
Menschen – Manufakturen – Maulbeerbaumplantagen   119
Aribert Giesche

Die Ansiedelung von Kolonisten unter Friedrich II. –
Ortsgründungen im Raum Treptow/Köpenick        137
Barbara Zibler

Stadtgeschichtliche Dokumente aus dem Turmkopf
der St. Laurentius-Kirche       145
Hubert Kirchner

„Er hat seinen Kopf verwirkt!“       157
Ulrich Stahr

Köpenick im Siebenjährigen Krieg     163
Martin Küster

Kein „Flanelllappen“, sondern unikaler Sachzeuge von 1813   171
Kurt Wernicke

„Demagoge“ Arnold Ruge – Gefangener auf Schloss Köpenick 179
Martin Küster
 

Die familiäre Herkunft von „Mutter Lustig“ ist aufgeklärt   185
Aribert Giesche

„… und sehet den fleißigen Waschweibern zu“ – Die Köpenicker Wäscherinnen   197
Claudia von Gélieu

260 Jahre – und immer noch eine Grüne Aue   213
Helgunde Henschel

Jüdischer Rudersport in Köpenick   225
Werner Philipp

Vom Hirschacker zu Hirschgarten – Vom Werden und Wachsen einer Köpenicker Villenkolonie   231
Rolf Kießhauer

Die Vorgeschichte der Yachtwerft Berlin-Köpenick 243
Johannes Schade / Kurt Wernicke

Vor 100 Jahren: Kampf um die Erhaltung der Berliner Wälder 261
Erich Hobusch

„Hinaus in die freie Natur – durch Wandern zum Wissen“ –
Leitspruch der Berliner Naturfreunde bereits vor 100 Jahren … 271
Erich Hobusch

Rathaus Köpenick – Geschichte und Gestalt    277
Claus-Dieter Sprink

Hamse jedient? Na also!
Die Geschichte des (Friedrich) Wilhelm Voigt, alias „Hauptmann von Köpenick“    293
Ulrich Stahr

Ausflugsgaststätten und Traditionslokale in Köpenick    303
Stefan Förster

Köpenicks Weg in die Einheitsgemeinde Berlin   313
Kurt Wernicke

Köpenick voran bei der Hilfe zur Selbsthilfe
Das Beispiel „Erwerbslosensiedlung Kietzer Feld“   331
Gerd Richter

Wendenschloss 1945: Auftakt zum alliierten Deutschlandprojekt 341
Rolf Badstübner

„Als dem Volk die Galle überlief“ – Der Volksaufstand
vom 17. Juni 1953 in Köpenick    351
Oliver Igel

Erinnerungen an den „Runden Tisch“ in Berlin-Köpenick   363
Horst Greulich

Abbildungsnachweis 371

Autorenverzeichnis 373

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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