trafo verlag 2007, 47 S. zahlr. Abb., ISBN (10) 3-89626-679-9, ISBN (13) 978-3-89626-679-8, 7,80 EUR
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Als eines der größten
Siedlungsvorhaben im Berliner Osten vor dem Zweiten Weltkrieg galt die
1933 zu bebauende Fläche unweit des Bahnhofs-Biesdorf. Hier sollten auf
500 Parzellen Eigenheime errichtet werden. Für die Benennung der
Straßennamen wurden ausnahmslos Begriffe aus der Landwirtschaft gewählt,
so dass sich bis heute bei den Biesdorfern für dieses Siedlungsgebiet
der Name „Getreideviertel“ eingeprägt hat. Bei einem Bombenangriff wurden
besonders die Oberfeldstraße, Teile des Weizenweges, des Maisweges und
des Roggensteiges schwer beschädigt.
Am 22.April 1945 wurde der
Ortsteil Biesdorf von der Roten Armee befreit. Für die Bevölkerung von
Biesdorf brachte die Besatzung erhebliche Belastungen durch
Einquartierungen und Beschlagnahmungen mit sich. Darüber hinaus
mussten zahlreiche Wohnhäuser für leitende Funktionäre des
Berliner Magistrat, aber auch für emigrierte Künstler und Journalisten
geräumt werden.
Nicht wenige dieser Familien, teilweise bereits in
der dritten Generation, sind trotz allem dem Wohnort treu geblieben,
fühlen sich hier wohl, sind Biesdorfer Bürger geworden und noch heute
hier ansässig.
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