Ksiezyk, Felicja

Die deutsche Sprachinsel Kostenthal - Geschichte und Gegenwart

[= SILESIA. Schlesien im europäischen Bezugsfeld. Quellen und Forschungen, Bd. 9], 2008, 362 S., zahlr. Abb., Karten u. Dok., ISBN 978-3-89626-622-4, 34,80 EUR

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Das Deutsche stellt im vereinten Europa die meistgesprochene Sprache dar und verdient wegen seiner weltweiten Verbreitung trotz des heute höheren internationalen Rangs des Englischen weiterhin globale Aufmerksamkeit. Vielfach handelt es sich bei den weltweit verbreiteten Varietäten des Deutschen (in sog. Sprachinseln) jedoch nicht um Standardsprache, vielmehr spiegeln sich darin unterschiedliche dialektale Hintergründe und kontaktsprachige Einflüsse wider. Homogen sind auch die Erscheinungsformen des Deutschen in Oberschlesien nicht. Während im Großteil dieser Region eine dialektal nicht bodenständige und abgesehen von den Kontakteinflüssen eine relativ standardnahe Erscheinungsform des Deutschen gesprochen wird, wird in Bezug auf den Untersuchungsort Kostenthal der Begriff ‘Sprachinsel’ mit Bedacht verwendet: das dortige Deutsche war eine über Jahrhunderte tradierte Varietät, deren mittelhochdeutsche Kontinuität bis heute zu verfolgen ist. Die vorliegende dokumentatorische Beschreibung des Kostenthaler Restdialekts mit Aufzeigung der Dynamik des Sprachinseldorfes bildet somit einen Mosaikstein in der Darstellung der deutschen Sprachlandschaft.

 

Język niemiecki jest najczęściej używany w zjednoczonej Europie i ma ze względu na swe rozpowszechnienie na świecie, mimo dziś już wyższej międzynarodowej rangi angielszczyzny, nadal znaczenie globalne. Występujące na świecie (w tzw. wyspach językowych) odmiany niemczyzny nie są jednak językiem standardowym, lecz odzwierciedlają różne podłoża dialektalne i wpływy kontaktu językowego. Charakteru homogenicznego nie mają także warianty języka niemieckiego na Górnym Śląsku. Podczas gdy niemczyzna w przeważającej części tego regionu nie jest rdzennym dialektem i, pominąwszy wpływy języka kontaktu, niewiele odbiega od języka standardowego, to w odniesieniu do analizowanego Gościęcina rozmyślnie używany jest termin „wyspa językowa”, bowiem tamtejsza niemczyzna była przez wieki odmianą dialektalną, której średniowysokoniemiecka ciągłość daje się po dziś dzień zaobserwować. Niniejszy dokumentacyjny opis reliktowego dialektu gościęcińskiego wraz z przedstawieniem dynamiki omawianej wyspy językowej stanowi zatem przyczynek do powstania pełniejszego obrazu niemczyzny na świecie.  

 

 

Inhalt


Einleitung 9

1 Zur Geschichte des Ortes 11

2 (Außer)Sprachliche Hintergründe 20
2.1 Das Kostenthalerische im Rahmen des Gesamtschlesischen 20
2.2 Kostenthals Abgrenzung von der Umgebung 28
2.3 Kostenthal heute 40

3 Ausgangslage 48
3.1 Zur Terminologie 48
3.2 Forschungsstand 51
3.2.1 Forschungstraditionen 51
3.2.2 Stand der (sprachlichen) Beschreibung und Erforschung des Untersuchungsortes 55

4 Zielsetzungen 59

5 Methodologie 60
5.1 Zur Informantenauswahl und Kontaktaufnahme 60
5.2 Arten der gewonnenen Daten und Methoden ihrer Erhebung 62
5.2.1 Linguale Daten 62
5.2.2 Extralinguale Daten 65
5.3 Transkriptionskonventionen 66

6 Die diachrone Lautentwicklung 68
6.1 Vokalismus 69
6.1.1 Mittelhochdeutsche Kurzvokale 69
6.1.2 Mittelhochdeutsche Langvokale 83
6.1.3 Diphthonge 92
6.2 Konsonantismus 97
6.2.1 Halbvokale 97
6.2.2 Nasale 98
6.2.3 Liquide 100
6.2.4 Verschlusslaute 102
6.2.5 Reibelaute 107
6.2.6 Affrikaten 112
6.3 Zusammenfassung 113
6.4 Zum Phonemstatus des synchronen Lautstandes 116
6.4.1 Vokale 116
6.4.2 Konsonanten 122
6.5 Abschließende Bemerkungen 129

7 Morphologie 131
7.1 Verbalmorphologie 132
7.1.1 Infinite Formen 133
7.1.1.1 Der Infinitiv 133
7.1.1.2 Partizip Präsens 133
7.1.1.3 Partizip Perfekt 134
7.1.2 Zur Konjugation im Präsens 137
7.1.2.1 Indikativ 137
7.1.2.2 Imperativ 141
7.1.2.3 Konjunktiv 143
7.1.3 Bildung anderer Tempora und Handlungsarten 146
7.1.3.1 Einfache Vergangenheit: Präteritum 146
7.1.3.2 Zusammengesetzte Tempora: Das umschreibende Perfekt und Plusquamperfekt 148
7.1.3.3 Tun-Periphrase 149
7.1.3.4 Futur 150
7.1.3.5 Passiv 151
7.1.4 Ablautreihen der starken Verben 152
7.2 Nominalmorphologie 158
7.2.1 Deklination im Singular 158
7.2.2 Die Pluralbildung 162
7.2.3 Diminution 169
7.2.4 Movierungen 171
7.2.5 Komposita und andere Wortbildungstypen 171
7.2.6 Determination 172
7.2.7 Pronomen 175
7.2.7.1 Demonstrativpronomina 175
7.2.7.2 Personalpronomina 176
7.2.7.3 Reflexivpronomina 178
7.2.7.4 Possessivpronomina 178
7.2.7.5 Indefinitpronomina 181
7.2.7.6 Fragepronomina 184
7.2.7.7 Relativpronomina 185
7.3 Adjektive 187
7.3.1 Deklination 187
7.3.2 Komparation 190
7.4 Adverbien 191
7.5 Numeralia 193
7.5.1 Kardinalia 193
7.5.2 Ordinalia 194
7.6 Zusammenfassung 194

8 Zur Frage der Dialektalität der rezenten Varietät des Deutschen in Kostenthal 197
8.1 Qualitätsbestimmung der Dialektalität 201
8.1.1 Phonetische Ebene 202
8.1.2 Morphologische Ebene 206
8.1.3 Lexikalische Ebene 212
8.1.4 Syntaktische Ebene 217
8.2 Dialektalitätsmessung 223
8.3 Zusammenfassung 230

9 Die rezente Varietät des Deutschen in Kostenthal als Kontaktdeutsch 234
9.1 Grammatische Transferenzen 239
9.2 Lexikalisch-semantischer Transfer und Codeswitching 244
9.2.1 Transferenzprägungen 246
9.2.2 Lexikalische Transfers 247
9.2.3 Codeswitching 252
9.2.3.1 Teilnehmerbezogenes Switching 256
9.2.3.2 Redewiedergabe 260
9.2.3.3 Geschichtenerzählen 263
9.2.3.4 Parenthesen 265
9.2.3.5 Wiederholungen bzw. Quasi-Übersetzungen in die andere Sprache 267
9.2.3.5.1 Wiederholungen als Mittel zur rhetorischen Verstärkung 267
9.2.3.5.2 Reformulierung 269
9.2.3.5.3 Codeswitching zur Spezifizierung und Demonstration zweisprachiger Kompetenz 269
9.2.3.6 Schlussformeln, abschließende Bewertungen 269
9.2.3.7 Reflektierendes Sprechen 271
9.2.3.8 Metasprachliche Äußerungen 272
9.2.3.9 ‘Zitierung’ polnischer Termini 272
9.2.4 Kontrastierung von Vergangenheit und Gegenwart 273
9.2.5 Weitere Kontaktphänomene 276
9.3 Zusammenfassung 278

10 Abschließende Schlussfolgerungen 280

11 Anhang 282
11.1 Glossar: Standarddeutsch – Kostenthalerisch 282
11.2 Beispieltexte 297
11.3 Karten 311
11.4 Bilder 314
11.5 Dokumente 326

Streszczenie 331

Literaturverzeichnis 333

Abkürzungsverzeichnis 355

Danksagung 357


 

 

Einleitung


“… das Leben der Sprachen, das ja die Geschicke ihrer Sprecher reflektiert, ist ein Kontinuum, ein unendlicher ‘Text’, dessen Leitmotive und bestimmende Faktoren sehr lange und durch viele äußerliche Transformationen hindurch wirksam sind.”
Meid/Heller (1979: 72)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit einer Varietät des Deutschen, die sich in Kostenthal/Gościęcin seit dem Mittelalter entwickelte, und beruht auf Aufnahmen von Gesprächen mit alteingesessenen Vertretern der älteren Generation, die insgesamt circa 29 Stunden umfassen. Der Untersuchungsort liegt im Oppelner Schlesien, einem Gebiet mit dem größten Anteil der deutschen Minderheit in Polen. In dem Sprachinseldorf selbst kann man heute allerdings lediglich von einer deutschen Restbevölkerung sprechen.
Rudimentären Charakter hat folglich auch der Jahrhunderte hindurch tradierte deutsche Dialekt, eine Kommunikationsgrundlage, durch die sich die Ortschaft von den umliegenden Orten abgrenzte. Waren nämlich die Bewohner der Umgebungsortschaften polnisch- bzw. zweisprachig, wobei diese Zweisprachigkeit eine Art Bildungsbilingualismus war und deren Deutsch – dialektologisch gesehen – nicht bodenständig, so beteuern die Kostenthaler bis zum Kriegsende über keine bzw. nur sehr geringe Polnischkenntnisse verfügt zu haben, auch hatte deren Deutsch dialektale Hintergründe.
Ähnlich wie man im Umweltbereich danach trachtet “gefährdete Pflanzen- und Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren in der richtigen Erkenntnis, daß mit dem Verschwinden einer jeden Spezies eine Verarmung unserer Lebenssphäre verbunden ist und ein Verlust, der irreversibel ist”, so soll mit der Arbeit der womöglich letzte Versuch einer dokumentatorischen Beschreibung des Kostenthaler Restdialekts unternommen werden. Unter den aufgesuchten Gewährspersonen findet sich nämlich niemand mehr, der behauptete, er verwende heute noch in alltäglicher Kommunikation das Kostenthalerische. Alle erklären übereinstimmend, sie sprächen “Hochdeutsch” und führten keine längeren Gespräche im Dialekt, lediglich einzelne mundartliche Wörter, Sätze oder Redewendungen würden sie in ihre Rede einflechten.
Auch wenn die Distanz der Kostenthaler Varietät des Deutschen gegenüber der Standardsprache heute viel geringer ist, kann man möglicherweise dennoch davon ausgehen, dass das rezente Kostenthaler Deutsch nicht gänzlich frei von dialektalen Merkmalen ist. Mein besonderes Interesse gilt daher, abgesehen von der Dokumentation, der Frage, ob die heutige Varietät des Deutschen in Kostenthal sprachliche Eigenschaften offenbart, die die mittelhochdeutsche Kontinuität dieser Varietät bezeugen. Ferner erscheint es prüfenswert, ob sich die angestammte Sprachinsellage Kostenthals auch heute noch in Unterschieden gegenüber dem Deutsch der Oberschlesier aus der Umgebung manifestiert.
Selbstverständlich darf das Themenfeld der Sprachinselforschung nicht einzig auf sprachliche Aspekte beschränkt werden, da die sprachliche Entwicklung einer Sprachgemeinschaft von verschiedenen sprachökologischen Variablen geprägt ist. Einen Einblick in die geschichtliche Entwicklung des Sprachinselortes soll daher das erste Kapitel der vorliegenden Arbeit gewähren. Daraufhin werden in Kapitel 2 (außer)sprachliche Hintergründe des Werdegangs des Kostenthalerischen beschrieben. So wird u. a. dargelegt, dass sich in Schlesien wie nirgendwo sonst im ostdeutschen Siedlungsraum Spracheinflüsse aus verschiedenen deutschen Dialektgebieten überschneiden und es wird des Weiteren die Sprachinsellage Kostenthals näher beleuchtet.
Das dritte Kapitel gibt einen Einblick in die Ausgangslage der Untersuchung. Es beginnt mit einem terminologischen Exkurs (3.1), dann wird der Forschungsstand der Sprachinselforschung allgemein skizziert (3.2.1), und anschließend der Stand der Beschreibung und Erforschung dieser speziellen Sprachinsel Kostenthal dargelegt.
Im Kapitel 4 führe ich die Ziele an, die ich mit der Untersuchung verfolge. Danach wird die Entstehung der Analysegrundlage beschrieben (Kap. 5): die Informantenauswahl und Kontaktaufnahme (5.1), die Erhebungsmethoden der gewonnenen Daten (5.2) und die gewählten Transkriptionskonventionen (5.3).
Im empirischen Teil der Arbeit wird das Augenmerk zunächst auf den Kostenthaler Dialekt gerichtet als den ältesten den Gewährspersonen erreichbaren Sprachzustand. Dieser wird phonologisch (Kap. 6) und morphologisch untersucht (Kap. 7).
Die zwei anschließenden Teile sind dem rezenten Kostenthaler Deutsch gewidmet. Auf die Frage, wo die heutige Varietät des Deutschen in Kostenthal auf der Triaskala: Dialekt – Umgangssprache – Standardsprache anzusiedeln ist, suche ich anhand der Analyse aufgenommener freier Rede in Kapitel 8 zu antworten. Außer der Ermittlung des Dialektalitätsgrades wird dort der Versuch unternommen, die Mundartremanenz qualitativ zu bestimmen. In Kapitel 9 werden kontaktsprachliche Einflüsse auf das Deutsche der Kostenthaler thematisiert und es wird exemplarisch dargestellt, unter welchen Umständen und auf welche Weise die heute zweisprachigen Kostenthaler zwischen den Sprachen wechseln.
Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung der gewonnenen Ergebnisse; hier wird der Frage nachgegangen, wie diese Arbeit zur Erkenntnisgewinnung beiträgt.
Angefügt sind der Untersuchung ein standarddeutsch-kostenthalerisches Glossar, Beispieltexte, Karten-, Bild- und Dokumentenmaterial.

 

Zielsetzungen


Angesichts des vergleichsweise bescheidenen Forschungsstandes und des heutzutage breiteren Forschungsinteresses der Sprachinselforschung werden in der vorliegenden Arbeit mehrere Teilziele verfolgt. In erster Linie wird eine Dokumentation der aussterbenden Sprachvarietät angestrebt – eine Sicherung von Äußerungen und der strukturellen Charakteristika dieser Sprachform, solange es sie noch zumindest teilweise gibt. Im Vordergrund soll die dokumentatorische Beschreibung der dialektalen Subsysteme des Kostenthalerischen stehen, und zwar v.a. der phonologischen und der noch nie untersuchten morphologischen Ebene.
Ferner soll auf die frühere und aktuelle Sprachsituation eingegangen werden, wobei die Beschreibung nicht allein auf die Sprachinsel selbst beschränkt bleibt, auch die Verflechtung mit der Kontaktgesellschaft wird beleuchtet. Die empirische Analyse der freien Rede der Sprecher soll zeigen, inwiefern das deutsche Primärsystem vom polnischen bzw. polnisch-oberschlesischen Sekundärsystem beeinflusst wird, bzw. inwiefern es noch dialektal (Kostenthalerisch) geprägt ist. Zu beantworten wäre in diesem Zusammenhang die Frage, ob sich in der freien Rede der Kostenthaler auch heute noch eine mittelhochdeutsche Sprachkontinuität verfolgen lässt.
Schließlich sollen Aspekte des heutigen Gebrauchs der den Sprechern zur Verfügung stehenden Sprachvarietäten thematisiert werden. Es bleibt zu prüfen, ob die tradierte sprachliche Eigen- und Fremdbetrachtung der Kostenthaler deren Sprachgebrauch weiterhin beeinflusst.
Trotz vorhandener sprachlicher Parallelen zu Binnendialekten (dem Thüringischen) oder auch Außendialekten des Deutschen (der Bistritzer Mundart) werden laut- bzw. wortgeographische Vergleiche nicht angestellt. Die Heimatbestimmung der Kostenthaler Siedler ist schließlich das meist beschriebene Thema, auch wenn die genaue Herkunft (aus dem Altland) wegen des sekundären Charakters der Insel nicht festzulegen ist.
Nicht zum Vorhaben gehört auch eine Erforschung der verschiedenen dialektalen Erscheinungen in ihrer Entwicklung bei den einzelnen Generationen. Als Untersuchungsobjekt wurde nämlich einzig die Sprache der älteren Generation gewählt (zu Gründen dafür siehe Kap. 5.1).
 

 

Streszczenie


Niemal nieodzowną częścią prac o tematyce śląskiej jest podkreślenie sięgającej średniowiecza wielokulturowości i wieloetniczności tego regionu Polski. Na Opolszczyźnie owa heterogeniczność przejawia się obecnie również tym, że po II wojnie światowej teren ten częściowo zamieszkują przesiedleńcy z dawnych Kresów Wschodnich i Polski centralnej, częściowo zaś ludność rodzima. W omawianej w niniejszej pracy miejscowości żyją obie grupy mieszkańców, przy czym dziś już przeważa ludność pochodząca z Biłki Szlacheckiej koło Lwowa. Przesłanką, która przesądziła o tym, że Gościęcin mógłby być wart opracowania, jest fakt, że tutejsza tzw. ludność autochtoniczna różni się zasadniczo pod względem rozwoju językowego od rodzimych mieszkańców okolicznych miejscowości. Podczas gdy język niemiecki w przeważającej części Górnego Śląska miał charakter języka potocznego, który, pominąwszy wpływy polszczyzny i polskich gwar śląskich, niewiele odbiegał od języka standardowego, to niemczyzna gościęcińska przez wieki była odmianą dialektalną. W odróżnieniu bowiem od większości terenów Górnego Śląska, gdzie do początku XVI stulecia niemieckojęzyczne osady uległy polonizacji, język niemiecki w Gościęcinie zachował się. Ze względu na brak bądź też opóźnienie asymilacji Gościęcina do otoczenia, miejscowość ta we wszelkiego rodzaju opracowaniach pojawia się jako przykład średniowiecznej wyspy językowej.
Pierwsza historyczna wzmianka o tej miejscowości pochodzi z początku XIII wieku, kiedy to w okresie kolonizacji Śląska osiedliła się tu ludność niemiecka. Dokument z roku 1225 wyraźnie wymienia osadników niemieckich w Gościęcinie, których mowa zdołała się przez stulecia utrzymać. Stopniowe zastępowanie dialektu niemczyzną ogólną nastąpiło wraz z wprowadzeniem powszechnego obowiązku szkolnego. Negatywny wpływ na posługiwanie się dialektem miało także zawieranie mieszanych małżeństw, związane z opuszczaniem rodzinnej miejscowości i osiedlaniem się tu mieszkańców nieznających dialektu, a także I wojna światowa, w następstwie której wielu Gościęcinian powołanych do służby wojskowej po powrocie często nie posługiwało się już dialektem a niemczyzną ogólną. Największe zmiany dla sytuacji językowej w Gościęcinie przyniosły skutki II wojny światowej, jako że przeważająca część rodzimych mieszkańców opuściła wieś, została wysiedlona lub wypędzona. Stąd też grupa osób, która w kontaktach rodzinnych posługuje się wyłącznie językiem niemieckim, jest obecnie nieliczna. Wśród mieszkańców nie ma też już nikogo bez znajomości języka polskiego, często jednak wśród badanej grupy język niemiecki zdaje się być medium bardziej precyzyjnym.
Ze względu na wspomniane przemiany językowe i brak obszerniejszego opracowania gościęcińskiego wariantu niemczyzny niniejszej rozprawie wyznaczono kilka celów. W pierwszej kolejności miała ona mieć charakter dokumentacyjny – tzn. uchwycić cechy typowe dla omawianej odmiany językowej, póki takie, przynajmniej częściowo jeszcze występują, a tym samym zabezpieczyć je przed nieuchronnym już zaniknięciem. Ponadto zamierzano zbadać, czy i w jakim stopniu współczesna odmiana języka niemieckiego w Gościęcinie jest jeszcze nacechowana dialektalnie, wbrew opinii jej użytkowników, jednomyślnie określających ją nie jako dialekt a Hochdeutsch – język standardowy, ogólnoniemiecki. Wreszcie przedstawione miały zostać przykłady współczesnego posługiwania się dostępnymi odmianami językowymi – tzn., kiedy używa się dawnego dialektu, czy języka niemieckiego, a kiedy polszczyzny i jakie wpływy kontaktu obu tych języków dają się zaobserwować.
Do osiągnięcia tych celów posłużył materiał badawczy zebrany w drodze bezpośredniej (za pomocą obszernych kwestionariuszy), jak również w wolnej rozmowie. Opracowanie systemowe dialektu gościęcińskiego w zakresie fonologii i morfologii oparte zostało głównie na korpusie uzyskanym przy pomocy katalogu pytań, zaś nagrania swobodnych rozmów miały dostarczyć odpowiedzi na pozostałe postawione pytania.
Zanalizowany materiał dowodzi, że współczesna odmiana języka niemieckiego nadal wykazuje sporo rudymentarnych cech dialektalnych, jakkolwiek ich częstotliwość występowania jest stosunkowo niska. Wiele z tych cech, które w przypadku gościęcińskiej odmiany niemczyzny można uznać za dowód średniowysokoniemieckiej ciągłości (wskazują na nie także wcześniejsze opracowania niemieckich dialektów śląskich), obecna jest też w języku niemieckim Górnoślązaków, gdzie jednak za przyczynę tych samych odstępstw od języka ogólnoniemieckiego często uważa się wpływ języka polskiego. W przypadku omawianego wariantu niemczyzny nie wyklucza się co prawda wpływu kontaktu językowego, jednak nie zawsze wskazywany jest on jako najbardziej prawdopodobne źródło dywergencji. Niniejsza praca ma stanowić zatem przyczynek do powstania pełniejszego obrazu języka niemieckiego na Śląsku.