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Lost, Rainer

 



SCHILD- und SCHWERT-BÜRGER. VON EINEM, DER AUSZOG, DAS SIEGEN ZU LERNEN. Erinnerungen nach bestem Wissen und Gewissen, Dokumentationen, Geschichte und Geschichten, Meinungen, Einsichten und Ausblicke, Briefe und Gedichte
 

 

Autobiografie

 

 

 

2020, 471 S., ISBN 978-3-86465-148-9, 19,80 EUR

 

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Zum Buch


Der Autor schreibt in diesem Buch über sein Leben, seine Erlebnisse, seine Erfahrungen, seine Gedanken. Auch über seine Herkunft. Regio­nal, familiär und politisch. Er vergisst nie die finstere Vergangenheit, die für ihn bei seiner Ge­burt im Jahre 1943 noch Gegenwart war. Dann geht es ihm um seine Kinderzeit und Jugend in der DDR. Er macht sich dabei oft Gedanken um das Weltgesche­hen, nicht nur um die DDR. Er schildert, aus welchen Gründen, und auch konkret, wie er ein Kundschafter des Friedens (teils in der BRD tätig) wurde, was er in seiner „West“zeit erlebte und warum er auch nach der Rückkehr in die DDR ein bewusster Mitarbeiter der HVA, der Hauptverwaltung Aufklärung des MfS, blieb, obwohl er vieles im Real­sozialismus kritisch bewertete. Doch Kapitalismus war ihm keine Alternative.
ln die­sem Buch gibt es manch Überraschendes, so z.B. das Kapitel „Deutschland“ – „Was oder wer ist Deutschland?“ – heut­e wegen nationalistischer Aufwal­lungen vieler Menschen wieder heiß diskutiert, oder die intensiven, auch literarischen, Reflexionen des Autors über seine Zeit.
Doch etwas ist einmalig: Inzwischen ist über die HVA des MfS viel bekannt. Auch über deren aktive Maßnahmen im Wes­ten, gesteuert meist durch die HVA-­Abteilung X. In diesem Buch wird erstmals eine aktive Maßnahme der HVA im Westen – von der Planung über die Durchführung bis zur Auswertung – ganz konkret geschildert. Mit Dokumenten und Nachweisen. Und der Autor war als Akteur dabei.
Es geht dem Autor aber auch um sein Leben nach der Übernahme der DDR durch die BRD. Und um den Anstoß zu einer gerechteren Bewertung einer Lebensleistung, deren Antrieb die Überzeugung von der Notwendigkeit auch eines ganz persön-lichen Einsatzes für Antifaschismus und gegen Neonazismus war. Als Beitrag für die Erhaltung von Frieden und Stabilität in der langen Zeit des Kalten Krieges, des Kampfes zwischen den Systemen.

 

Inhaltsverzeichnis

Widmung 9
Handreichungen für den Leser 10


Drei Vorworte und ein Gedicht 15
   Engelszungen 15
   Zustand 17
   Anfang nach dem Ende 19
   Wendegedichte (mit Kommentar) 21

Genesis 25
   Wie passiert es, dass man ein Agent wird? 25
   Voraussetzungen, Vorfahren, Kindheit, Jugend 27
   Nationale Volksarmee (NVA) 47
   Erste Kontakte zum Ministerium für Staatssicherheit (MfS) 52
   Kontakt zur Arbeitern, Mauer, erstes Studium 56
   Weiter: Studium. Und Assoziationen 60
   Zwischenbemerkung zur zweiten Stasiverbindung 67
   Weiter im Studium 67
   Aus- und Einblicke zum Abgang/Wechsel in den Westen 84
   Mein Leben nach 1967 – Ende des Studiums 88

Exodus 91


Leben, Erleben und Wirken im Westen 99
   Der Westausweis mit „Hartem Schnitt“ 99
   Harter Schnitt: Echter Personalausweis als Folge der Einheit 105
   Arbeitssuche und Arbeit im alten Westen (als Agent, Kund- schafter der DDR) 108
   Arbeitsaufnahme in Hamburg 108
   Ich bin immer noch bei meiner Arbeitssuche 113
   Arbeit und Wohnung finden in Westberlin 122
   Nun wieder zurück zu meiner Arbeit 131
   Arbeit und Wohnung finden, wieder einmal – nun in Köln 133

Operative Arbeit in der BRD – Nazis und andere Reaktionäre Rechte Netzwerke und Beelzebuben –

Analysen, Dokumente, Einschätzungen             153
   Zwei notwendige Anmerkungen zu meiner Westzeit 169

Wien 1972: Dokumentation einer „aktiven Maßnahme“ der HVA im Westen 171
   Vorbereitung/endgültige Planung/Zielstellung der „aktiven Maßnahme“ 171
   Die „aktive Maßnahme“ der HVA, Wien, November 1972 – realer Ablauf 192
   Auswertung unserer „aktiven Maßnahme“ durch die HVA, Abteilung X 197
   Eine Zusatzauswertung von mir 203
   Es gab noch eine HVA-Auswertung zu unserer Arbeit (eine Auszeichnung) 205
   Literarische Auswertung in der BRD 207
   28 Jahre danach – überraschende Auswertung durch Hubertus Knabe 210
   Schriftsteller, Journalisten, Analytiker und Enthüller im Westen – auch Partner der HVA 219
   Einschätzung von „aktiven Maßnahmen“ der HVA allgemein und durch Insider-Autoren 222
   Allgemeine Einschätzung zu „aktiven Maßnahmen“ der HVA-Abteilung X. Auch ein konkretes Beispiel 224
   Nachdenken über Fragen eines kritischen Lesers 229

Wieder in der DDR ab Ende 1972 245
   Was war wichtig für mich in der DDR ab Anfang 1973/74? 245
   DEUTSCHLAND 247
   Arbeit von der DDR aus – Rundreise – Heimat 260
   Ansichten zur Wende. Über „Wendehälse“ 302
   „Wende“ oder „Revolution“? 311
   Mein persönliches Resümee zum Thema Deutschland 321

Leben in der (erweiterten) BRD ab 1990 325
   Ehrenamtliche Sozialarbeit nach 1990 335

Zwischengedanken zum Innehalten und Nachdenken 349

Schildbürgereien der Schwertbürger, von anderen und von mir 361
   Gruppenversammlung/HVA/SED (Erstschrift 1987/88) 361
   Schildbürgereien von Gorbatschow & Co. War er doch ein Goebbels? Ein Lügenbold? 370
   Neue Medien – Parteilehrjahr oder Gruppenversammlung HVA, Mitte der 80er Jahre 386
   Weitere Anmerkungen zu Markus Wolf 387
   Parteilichkeit – ein zerstörter Begriff 393
   Tonnenideologie 397
   Klein- und Schildbürger am 04.11.1989 398
   Residentur als „Verarschung“ 406
   Alles friedlich geblieben. Welch Glück! Schwertbürger hätten Bürgerkrieg und Weltkrieg auslösen können 408
   Jagd auf Stiller und Starfighter 411
   Die 5 % Klausel 412
   Forderungen von HVA-Schildbürgern 413
   Psychologischer Schildbürger 414
   Zweiter psychologischer Quatsch und eigene Schildbürgerei 414
   Alle wurden überwacht 416
   Schabowski, ein Schildbürger ersten Ranges 418
   Rätselhafte und diffuse Seitenwechsler 420
   Alberne Schildbürgerei 423
   Probleme von Schild- und Schwertbürgern 423
   Familiäre und persönliche Schildbürgereien 425
   Wendeprobleme mit D-Mark 425
   Eine eigne Schildbürgerei – Brief an Gaddafi 427
   Ein Buch, das nicht geschrieben werden konnte. Eigene Schildbürgerei des Autors 432
   Schluss mit den Schildbürgereien 438

Meine heutige politische Position und Zukunftsgedanken 443
   Meine Hoffnung ist nicht nur Wunschdenken 448

Schlussgedanken 455
   Fundstücke, Kostbarkeiten, Verabschiedung 456
      Zwei Texte von Herrmann Hesse 456
      Bitte und Verurteilung 457

Anlagen 461
Anlage 1: Erläuterungen zum „Marshallplan“ 462
Anlage 2: Erläuterungen zu vorhandenen Decknamen in Stasi-Akten 463
Anlage 3: Erläuterung des Begriffs „Vorturner“ bei der Stasi 464
Anlage 4: Nachweis für Kontakte zwischen „Deutsches Wort“ (Wellems) und CSU (Marcel Hepp) 465
Anlage 5: 1. Rundschreiben des BRD-Verlages an BRD-Aussteller bei der Leipziger Messe 466
              2. Mein „Empfehlungs“-Schreiben an einen BRD-Verlag wegen Sonderbeilage zur Leipziger Messe 467
Anlage 6: Gedicht „Ludmilas Bienenhaus“ zur Verabschiedung von Ludmila Schmidt vom Verein INA 468
Anlage 7: Zwei Krebstexte 472
Anlage 8: Zu meiner sozialen Arbeit. Das andere Weihnachtsgedicht 475
Anlage 9: Zum Brecht-Gedicht „An die Nachgeborenen“ 478

Statt eines Nachwortes: SCHILD- und SCHWERTBÜRGER. VON EINEM, DER AUSZOG, DAS SIEGEN ZU LERNEN 479
Von Rainer Schnoor

Dank 481
Bildnachweis 481

 

 

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