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Mit kriegsgeschichtlichen Berichten und heereskundlichen Nachrichten. |
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2020, 329 S., ISBN 978-3-86465-133-5, mehr als 100, großteils farb. Abb., 42,80 EUR
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Zum Buch Der Militärhistoriker Volker Schobeß legt mit dieser Chronik die bisher wohl umfangreichste stadt- und garnisongeschichtliche Beschreibung von Potsdam der letzten Jahrzehnte vor. Das Werk umfasst in seiner Erinnerungskultur den Zeitraum von 350 Jahren – von 1640 bis 1994 – und präsentiert sich als einmaliges Buch zu einem den meisten Leserinnen und Lesern wohl weitgehend unbekannten Thema. Umfangreiche kriegsgeschichtliche Anmerkungen sowie viele heereskundliche Notizen ergänzen die Ausführungen des Autors zur Potsdamer Stadt- sowie preussischen-brandenburgischen Militärgeschichte. Spannend geschildert werden auch die letzten fünfzig Jahre der deutschen Nachkriegszeit. Mehr als zweihundert, zum Teil bisher völlig unbekannte Fotos und Abbildungen begleiten das Buch durch die Höhen und Tiefen unserer Vergangenheit.Inhaltsverzeichnis Vorwort und Dank INHALTSVERZEICHNIS Zum Geleit I. Wie alles begann 1. Der erste Kurfürst zu Brandenburg aus dem Hause der Grafen von Zollern 2. Die Mark Brandenburg unter dem Großen Kurfürsten 3. Der Ruhm von Fehrbellin 4. Leibtrabanten des Großen Kurfürsten 5. Uniformröcke unter dem Großen Kurfürsten 6. Neubau des Potsdamer Stadtschlosses 7. Leben auf großem Fuß – Krönung und Herrschaft Friedrichs I. 8. Blauröcke kämpfen für ausländische Interessen 9. Preußische Truppen gegen Frankreichs Sonnenkönig 10. Kleine Geschichte des Deutschen – Ordensstaates 11. Ausrüstung und Fechtweise brandenburgisch-preußischer Truppen im Frühen 18. Jahrhundert 12. Kindheit und Jugend von Kronprinz Wilhelm II. BEGINN DER MILITÄRISCHEN ÄRA 1. Potsdam wird Garnisonstadt 2. Auflösung und Umformierung ehemaliger Truppen Friedrichs I. 2.1 Von der Wichtigkeit der Wasserwege um Potsdam 2.1. Vom Einzug der Roten Grenadiere bis zur ersten Stadterweiterung von 1720/22 2.3 Generaldirektorium und Garnisonverwaltung – Die preußische Heeresreform von 1713 bis 1718 3. Aufbau der Potsdamer Stadtstrukturen 4. Potsdam wird Musterstadt – Kirchbauten und Manufakturen 5. Der Bau des berühmtesten Gotteshauses in Preußen – die Potsdamer Hof- und Garnisonkirche 6. Gewehre aus Potsdam/Spandau 7. Die Lösung der Bettenfrage und Bier im Überfluss 8. Die zweite barocke Stadterweiterung 1732/1742 – Das III. Bataillon kommt nach Potsdam 9. Bau des Holländischen Viertels 9.1 Das Holländische Viertel unter Friedrich dem Großen 10. Desertionskomplott und Spießrutenlaufen 11. Uniformierung und Zwangswerbung 12. Gemälde als Hinterlassenschaft eines Königs III. DER GROSSE KÖNIG 1. Casus Belli – Ein Kriegsherr gelangt auf den Thron 2. Warum Europa Friedrich den Großen nannte 2.1 Mollwitz 1741 2.2 Hohenfriedeberg 1745 2.3 Leuthen 1757 3. Militärdienst und Fluchtversuch von Kronprinz Friedrich 4. Das Schicksal von Doris Ritter und Johann Ludwig von Ingersleben 5. Neue Garderegimenter für die Stadt – Die Armee wird verstärkt 6. Friederizianische Bauten in Potsdam 7. Erhaltene Militärbauten des 18. Jahrhunderts IV. DAS NACHFRIEDERIZIANISCHE ZEITALTER – ZERFALL DER ALTEN WELT 1. Preußen und Potsdam unter Friedrich Wilhelm III. 2. Kampfweise des napoleonischen Heeres 3. König Friedrich Wilhelm III. und die Befreiungskriege von 1813 bis 1815 3.1 Franzosen in Potsdam 3.2 Königin Luise in Tilsit 3.3. Die Konvention von Tauroggen und die Errichtung von Landsturm und Landwehr 3.4 Potsdam im Frühjahr 1813 3.5 Preußische Landwehr im Kampf – Großbeeren – Hagelberg – Dennewitz 3.6 Fahnen für die Garnisonkirche 3.7 Die Kolonie Alexandrowka 4. Potsdam wächst – Der Bau neuer Kasernen 4.1 Kaserne für das Erste Garde-Regiment zu Fuß 4.2 Kaserne für das Garde-Jäger-Bataillon 4.3 Die Potsdamer Kadetten – Voranstalt 5. 1848 – Märzrevolution in Potsdam 6. Der Fall Max Dortu 7. Bismarcks Reich – Mehr Militär für Potsdam 8. Die Heeresverfassung von 1860/62 9. Die Deutschen Einigungskriege 10. Das Goldene Wilhelminische Zeitalter 10.1 Umbau der Garnisonkirche zur preußischen Ruhmeshalle 10.2 Der Fahneneid 11. Der Erste Weltkrieg 11.1 Mobilmachung in Potsdam 11.2 Fahnenklau in Potsdam 12. Reichswehr und Wehrmacht in Potsdam 13. Militärstandort Potsdam im Jahr 1939 14. Der 20. Juli 1944 im Spiegel der Potsdamer Stadt- und Garnisonsgeschichte 14.1 Walküre I 14.2 Die militärischen Maßnahmen 14.3 Das Regiment 14.4 Die Metaebene eines Regiments 14.5 Ferdinand Frhr. von Lüninck 15. Die Zerstörung Potsdams – Bombenangriff und Straßenkämpfe im Frühjahr 1945 15.1 Der Luftangriff 14. April 1945 15.2 Bodenkämpfe im Potsdamer Süden 15.3. Der Weg der 12. Deutschen Armee Wenck 15.4 Kämpfe im Norden der Stadt 15.5 Letzte Kämpfe in der Brandenburger Vorstadt 15.6 Ausbruch aus der Berliner Vorstadt V. DIE NEUAUFTEILUNG DER WELT 1. Russen in Potsdam 2. Stationierung sowjetischer Streitkräfte im Raum Potsdam 3. Der sowjetische Raubzug in Potsdam und Umgebung 4. Tod durch Erschießen – Das KGB schlägt zu PROLOG Anhang 1. Zahlungen aus der Generaldomainenkasse 2. Zeittafel von Potsdam unter Friedrich Wilhelm I. 3. Regimenter und militärische Institutionen unter Friedrich II. in Potsdam Danksagung 325 Bildnachweis 325 Über den Autor 327 AUS EINER BESPRECHUNG VON Dr. Klaus-Ulrich Keubke (2022) Mit seinem jüngsten Werk hat der Potsdamer Volker Schobeß die bislang umfangreichste und fundierteste Darstellung der Garnisonsgeschichte dieser Stadt vorgelegt. Etwas mehr als 300 Jahre preußische Militärgeschichte werden von ihm - reich mit Illustrationen versehen - präsentiert. Es ist ihm gelungen, die mehr als drei Jahrhunderte Stadt- und Garnisonsgeschichte im Rahmen eines fast ebenso langen Zeitabschnitts preußisch-deutscher Militär- und auch Sozial- und Kulturgeschichte anschaulich darzustellen, ihre Höhe- und Tiefpunkte sachkundig und gründlich zu analysieren. Tatsächlich geht der Verfasser auch explizit auf heereskundliche Belange ein. Er behandelt in historischer Abfolge die Anfänge der Garnison in Potsdam, also erste Truppenaufstellung zur Zeit des Großen Kurfürsten, den wirklichen Aufbau der Garnison Potsdam unter dem Soldatenkönig, die Weiterentwicklung ab Friedrich dem Großen bis zum Ersten Weltkrieg und die Jahrzehnte danach als Standort von Reichswehr und Wehrmacht sowie letztendlich das Ende 1945. Natürlich nimmt der 20. Juli 1944 im Spiegel der Potsdamer Stadt- und Garnisongeschichte einen besonderen Platz im Buch ein, ebenso wie die Zerstörung der Stadt im Frühjahr 1945 durch den Luftangriff vom 14. April und dann geschehene Straßenkämpfe. Neben den reinen Geschichten der Potsdamer Truppenteile sind es auch die der Errichtung militärischer Bauwerke, die Interesse wecken und bedeutsame Informationen liefern. Einfühlsam verbindet der Verfasser diese Darstellungen mit dem Eingehen auf die Schicksale bemerkenswerter, in Potsdam lebender Persönlichkeiten. Allerdings stellt der vorliegende Band entgegen dem Titel ausschließlich die geschichtliche Entwicklung der Garnison Potsdam bis 1945 dar. Für das folgende halbe Jahrhundert werden in einem Ausblick vom Verfasser nur die in Potsdam stationierten sowjetischen Truppen berührt, insbesondere zurecht unter dem Gesichtspunkt der von ihnen verübten Untaten unmittelbar in den ersten Jahıen als Besatzungsmacht. Die Kasernierte Volkspolizei und vor allem die NVA der DDR mit dem Kommando der Landstreitkräfte (ab 1972), der I.Mot. Schützendivision und dem Militärgeschichtlichen Institut der DDR spielen leider keine Rolle, obwohl vier Jahrzehnte existent. Um es aber nochmals zu betonen: diese Publikation ist für unser weiteres Eindringen in die Problematik der preußischen Militärgeschichte und Heereskunde unverzichtbar. Allein die im Anhang gebrachte „Abrechnung der Ceneraldomänenkasse von 1715 bis 1741" bringt neue Erkenntnisse. Eine „Zeittafel von Potsdam unter Friedrich Wilhelm I.” und eine tabellarische Aufstellung der „Regimenter und militärischen Institutionen unter Friedrich II. in Potsdam" liefern wichtige Zusammenfassungen in konzentrierter Form. Dass der Band ein umfangreiches Verzeichnis der „Literatur zur Garnison Potsdam" besitzt, versteht sich von selbst. Der Erwerb des Buches ist unbedingt zu empfehlen.
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