Sami Özkara

 

Die Geliebte meines Mannes

 

 

 

 

 

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2018, Roman, 600 S., ISBN 978-3-86465-080-2, ca. 30,00 EUR

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Leseprobe Erstes Kapitel

Doris wurde am 15. März 1956 in der ehemaligen Kinderklinik an der Lotharstrasse in Duisburg-Kaiserberg geboren. Doris’ Vater Hans, geboren 1912 in Salzburg, hatte schon als kleiner Junge eine „rassistische“ Einstellung. Seine Eltern waren sehr konservativ und religiös katholischen Glaubens. Nach Vollendung der Schulpflicht nahm Hans eine kaufmännliche Lehre auf, die er erfolgreich beendete. In einem Unternehmen, das in Salzburg Textilien produzierte, fand er alsbald in der Abteilung für Buchhaltung eine Arbeit auf.

An den grausamen Ersten Weltkrieg, den er als Kind erlebte, erinnerte er sich nur schwach, aber die Folgen dieses Krieges prägten ihn sehr. Bis 1923 hungerten nicht nur Hans und seine Familie, sondern der größte Teil der Bevölkerung. Als es dem Land und damit den Menschen im Lande wirtschaftlich langsam wieder besser ging, folgte kurz danach die Weltwirtschaftskrise. Die Folgen dieser Weltwirtschaftskrise waren zum Teil noch schlimmer als in den Jahren davor. Hans verlor seine Arbeitsstelle und arbeitete einige Jahre als Hilfsarbeiter in verschiedenen Kleinbetrieben. 1933 fand Hans wieder eine feste Anstellung in dem vorherigen Unternehmen. Nach und nach ging es seine Familie finanziell besser. Das lag auch daran, dass er sich politisch engagierte und nicht nur katholischkonservativ agierte, sondern auch die „rassistische“ Ideologie akzeptierte. Er war ein großer Anhänger von Hitler. Den Anschluss Österreichs an Deutschland machte er mit großer Begeisterung mit. Später bekam er aufgrund seiner Kollaboration mit der deutschen Besatzungsmacht, einen Posten in der Partei. Durch die Parteilzugehhörigkeit blieb er im Zweiten Weltkrieg von der Teilnahme an der Front verschont. Fast jeder kannte ihn in und um Salzburg herum als blühender Anhänger Hitler’s. In seinen öffentlichen Reden imitierte Hans mit wachsender Begeisterung und Hingabe sein Idol. Deswegen wurde er später in seinem Bekanntenkreis der kleine „Hitler von Salzburg“ genant, was er damals gern hörte. Die Folgen dieses grausamen Zweiten Weltkrieges waren für Hans und seine Familie noch schlimmer als die des Ersten Weltkrieges. Aufgrund seiner braunen Vergangenheit hatte er große Angst, verhaftet zu werden. Er hatte nämlich einige österreichischen Bürger mit linker und kommunistischer Ideologie bei dem deutschen Kommandanten angezeigt, die dann sofort verhaftetet wurden. Auch bei der Verhaftung zahlreicher Juden war er den deutschen Nationalsozialisten behilflich. Jedes Mal erzählte er seiner Frau Maria mit Stolz, was er bei der „Beseitigung von Regimegegnern“ bewirkt hatte. Am Ende des Krieges fühlte er sich noch sicher, nicht verhaftet zu werden, denn der Staat hatte zunächst die Aufgabe, die Bevölkerung genügend mit Lebensmitteln zu versorgen. Die Verfolgung der Nazis begann viel später. Hans und seine Familie mussten keinen Hunger erleiden, weil seine 1942 angeheiratete Frau Maria und ihre Familie Bauern waren, so dass ihre Versorgung mit Grundlebensmitteln gewährleistet war.

Doris’s Mutter Maria 1922 ebenso wie ihr Mann in Salzburg geboren. Sie besuchte nur die Pflichtschule und arbeitete auf dem Bauernhof ihrer Eltern. Sie hatte vier Geschwister. Maria’s Eltern waren wie die ihres Mannes katholisch konservativ, so dass der Besuch der Sonntagsmesse wie bei der Familie ihres Mannes Hans ein Muss war. Maria war in ihrem Verhalten nicht nur ein naives, sondern ebenso unterwürfiges Mädchen, das aber keine eigene Meinung verfügte entsprechend dem damaligen Rollenverständnis der Frau in der Gesellschaft. Dieses Attribut einer Frau entsprach auch in der österreichischen Gesellschaft den damaligen Wert- und Normvorstellungen. 1942 nahm Maria an einer Parteiveranstaltung teil, in der ihr späterer Mann Hans als Redner vorgesehen war. Sie saß in der ersten Reihe und applaudierte Hans mit großer Begeisterung. Hans seinerseits war bereits während seiner Rede auf Maria aufmerksam geworden. Als er am Ende seiner Rede auf die Zuhörer zuging, und sich auch für Maria interessierte, fühlte sich Maria, wie im siebten Himmel. Von diesem Tag an sahen sie sich regelmäßig. Bereits einige Monate später heiratete Maria ihren geliebten Hans.

Als es dem Land wirtschaftlich wieder besser ging und die Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln sichergestellt war, diskutierten die Politiker in Wien darüber, wie man nun mit den österreichischen Kollaborateuren während des Krieges umzugehen hatte. Als Hans diese Entwicklung begriff und wusste, was dies für ihn bedeuten würde, setzte er sich in Deutschland ab. Er vereinbarte mit seiner Frau, seinen Eltern und Schwiegereltern, keine Angaben über seinen Aufenthaltsort zu machen. In München arbeitete er in verschiedenen, häufig auch in bauwirtschaftlichen Unternehmen als Tagelöhner. Mit Beginn der 1950er Jahre kam die deutsche Wirtschaft in Fahrt. Die Unternehmen suchten händeringend Mitarbeiter. Eine feste Anstellung in seinem erlernten Beruf fand Hans jedoch erst Mitte 1952. Das Einzige, was Hans bei diesem Unternehmen störte, war, dass es einer amerikanischen Firma gehörte. Die finanzielle Notsituation zwang Hans jedoch, die Arbeit in diesem amerikanischen Unternehmen anzunehmen. Für ihn gab es zwei Nationen auf der Welt, die er von Grund auf hasste. Nämlich Amerikaner und Türken. Hans sagte immer wieder: „Ohne amerikanische Beteiligung an dem Zweiten Weltkrieg hätte Deutschland den Krieg niemals verloren.“ Hans hasste die Türken, weil sie jahrhunderte lang sämtliche Balkanländer unter ihre Herrschaft gebracht und zweimal Wien belagert hatten. Ideologisch musste Hans über seinen Schatten springen, wenn er arbeiten und Geld verdienen wollte. Die Arbeitsaufnahme bei dem amerikanischen Unternehmen betrachtete er als Sprungbrett. Wegen seiner braunen Vergangenheit vermied er es, die Menschen in München näher kennenzulernen. In Deutschland fragte ihn niemand danach, was er vor und während des Zweiten Weltkrieges gemacht hatte.

Dieses amerikanische Unternehmen akzeptierte zu dieser Zeit noch nicht das deutsche Arbeitsrecht. So musste Hans fünfeinhalb Tage in der Woche zehn Stunden am Tag bei schlechter Bezahlung arbeiten. Es kam auch hin und wieder vor, dass er sonntags ohne zusätzlichen Lohn arbeiten musste. Die deutschen Gewerkschaften hatten bei dieser Firma zu dieser Zeit noch kein Mitspracherecht. Hans und seines Gleichen waren bei diesem Unternehmen ohne rechtlichen und gewerkschaftlichen Schutz. Trotzdem war Hans froh eine Arbeit in seinem erlernten Beruf gefunden zu haben. Ein Mal monatlich kam seine Frau am Wochenende zu ihm nach München.

Etwa ein Jahr später entdeckte Hans in einem Zeitungsinserat eine Stellenanzeige, wonach ein Bergwerksunternehmen im heutigen Duisburg-Walsum einen Buchhalter suchte. Walsum war damals eine eigenständige Gemeinde, nachdem es in den 1970er Jahren in Duisburg eingemeindet worden war. Schon eine Woche nach seiner Bewerbung wurde Hans zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Seine Frau sollte ihn begleiten, um sich gemeinsam ein Bild von dieser Stadt machen zu können. Am Mittwoch traf er sich wie zuvor verabredet nach Dienstschluss mit seiner Frau am Hauptbahnhof in München. Kurz vor Mitternacht trafen sie in Duisburg ein. In einem Hotel am Hauptbahnhof hatten sie telefonisch ein Doppelzimmer für drei Nächte reservieren lassen. Erschöpft von der Zugfahrt blieben sie in ihrem Hotelzimmer ohne noch ein Abendbrot zu sich zu nehmen. Maria und ihr Mann fanden in dieser Nacht vor Aufregung keinen Schlaf. Am nächsten Morgen standen sie schon um sechs Uhr auf. Das Vorstellungsgespräch war um neun Uhr dreißig vorgesehen. Sie hatten noch mehr als drei Stunden Zeit. In Ruhe frühstückten sie im Hotelrestaurant, wobei sie sich kaum unterhielten. Gegen acht Uhr fünfzehn fuhr Hans mit der Straßenbahn nach Duisburg-Walsum, so dass er pünktlich bei dem Unternehmen eintraf. Hans legte dem Pförtner das Einladungsschreiben vor, der ihm den Weg zu dem Personalbüro beschrieb. Kurz nach neun Uhr stand Hans vor der Tür des Personalchefs. Die Vorzimmerdame bat ihn, vor dem Zimmer im Warteraum Platz zu nehmen. Sie werde ihn benachrichtigen, wenn der Chef ihr die Anweisung gäbe. Hans setzte sich hin und machte sich Gedanken darüber, wie er sich gleich verhalten solle. Unruhig stand er wieder auf und lief in dem Warteraum hin und her. Punkt neun Uhr fünfunddreißig bat ihn die Vorzimmerdame ihr zu folgen. Er trat in einen großen licht durchfluteten Raum ein. In der Mitte des Raumes stand ein auffällig großer Schreibtisch, auf dem jede Menge Akten gestapelt lagen. An diesem Schreibtisch saß ein Mann, der Hans freundlich anlächelte. Dieser etwa fünfzig Jahre alte Mann mit überdurchschnittlich hohem Gewicht stand auf, um Hans freundlich zu begrüßen. Es war der Personalchef der Bergbaugesellschaft. Die angenehme Ausstrahlung und die gewählten Worte des Personalchefs beruhigten Hans ungemein. Kurz darauf trat ein Mann ins Zimmer, der ihm als künftiger Chef präsentiert wurde. Die beiden dem Konzern angehörenden Herren zögerten nicht lange, Hans in ein Fachgespräch zu verwickeln. Hans’ Bedenken, nach seiner Vergangenheit befragt zu werden, stellten sich als unbegründet dar, zu damaliger Zeit in Deutschland ein Arbeitskräftemangel herrschte. Die Unternehmen Deutschlands waren froh, wenn sie die gewünschten Arbeitnehmer gefunden hatten. Im Gegensatz zu der heutigen Zeit waren damals ältere Arbeitnehmer mit beruflicher Erfahrung gefragt. Das Gespräch dauerte nur eine halbe Stunde. In den Augen des Personalchefs und des Abteilungsleiters entsprach Hans ganz und gar ihren Vorstellungen. Als der Personalchef Hans fragte, wann er mit der Arbeit beginnen könne, wusste er in diesem Augenblick keine konkrete Antwort. Bevor Hans antworten konnte, fragte der Personalchef ob ihm der erste Mai gelegen sei. Diese Frage bejahte Hans ohne zu zögern. Dann aber fiel ihm ein, dass er eine Wohnung für sich und seine Frau finden müsse. Bei der Wohnungsknappheit in Deutschland war es damals nicht leicht, eine adäquate Wohnung zu finden. – Dieses Problem existiert in den Großstädten im Westen Deutschlands nach wie vor. Ängstlich brachte Hans sein Problem zum Ausdruck. Gerade in diesem Augenblick erinnerte sich der Personalchef an einen Immobilienmakler, der auch ihm vor Jahren bei der Wohnungssuche geholfen hatte. Unumwunden nahm er den Telefonhörer in die Hand und ließ sich mit diesem Immobilienmakler verbinden. Der Personalchef kam sofort zur Sache und erklärte seinem Gesprächspartner sein Anliegen. Dieser bat den Personalchef, den Mann zu ihm zu schicken. Am Nachmittag um 16.00 Uhr vereinbarte der Personalchef einen Gesprächstermin für seinen zukünftigen Mitarbeiter. Dankbar nahm Hans diese gute Nachricht entgegen. Der Personalchef besprach weiterhin mit Hans die Modalitäten eines Arbeitsvertrages. Im Arbeitsvertrag wurde ein monatliches Gehalt festgelegt, dass um Eindrittel höher war, als sein jetziges Gehalt bei dem amerikanischen Unternehmen in München. Es handelte sich außerdem um ein deutsches Unternehmen, bei dem die Arbeitsbedingungen nach den vereinbarten Regeln zwischen den deutschen Gewerkschaften und den Arbeitgeberverbänden Gültigkeit hatten. Der Arbeitsvertrag sowie die Adresse des Immobilienmaklers in der Hand verließ Hans überaus zufrieden das Gebäude seines zukünftigen Arbeitgebers.

Das Büro des0 Immobilienmaklers lag im Zentrum der Stadt. Hans hatte nun genug Zeit, vorher seine Frau von diesen guten Neuigkeiten zu informieren. Mit der Straßenbahn dauerte die Fahrt bis zum Hotel fast eine halbe Stunde. Maria wartete ungeduldig im Hotel auf ihren Mann. Als Maria von Hans die gute Nachricht hörte, umarmte sie ihn liebevoll. Sie war sehr glücklich darüber, weil dies für sie bedeutete, dass das Getrenntleben der Eheleute endlich ein Ende haben würde. Kurz nach zwölf Uhr gingen Hans und seine Frau Maria in Duisburg auf dem König-Heinrich-Platz spazieren und nahmen zur Feier des Tages in dem Mercatorrestaurant gegenüber dem Land- und Amtsgericht eine ausgiebige Mahlzeit zu sich. Anschließend schlenderten sie noch ein wenig auf dem König-Heinrich-Platz und bestellten Kaffee und Kuchen in dem in Duisburg gut bekannten „Kö-Café“ neben der Stadtsparkasse Duisburg. Anschließend machten sie sich langsam auf den Weg zu dem Immobilienmakler, dessen Büro in der Düsseldorferstrasse lag. Punkt sechzehn Uhr erreichten sie das Büro. Eine junge Frau öffnete ihnen die Tür. Hans erklärte der jungen Frau den Grund seines Besuches und erwähnte das Telefongespräch, das am Vormittag zwischen ihrem Chef und seinem künftigen Chef stattgefunden hatte. Die junge Dame zeigte Hans und seine Frau in einem kleinen Warteraum zwei Sitzplätze. Kurze Zeit später führte sie Hans und Maria ins Büro ihres Chefs. Ein gut aussehender Herr im mittleren Alter empfing sie sehr freundlich. Da er wusste worum es ging, kam er sofort zur Sache. Er wollte zunächst wissen, in welchem Stadtteil Hans und seine Frau eine Wohnung suchten: „Gehe ich richtig in der Annahme, dass Sie jetzt eine neue Anstellung bei der Bergwerksgesellschaft in Duisburg-Walsum haben?“ fragte er seine Augen auf Hans gerichtet höflich. Nachdem Hans ihm die Annahme bestätigt hatte, fragte er weiter: „Welche Höhe darf der Mietpreis nicht überschreiten?“ Hans hatte zunächst keine Antwort auf diese Frage, meinte aber leicht verunsichert, dass es auf die Wohnungsgröße und der Lage der Wohnung ankäme. Daraufhin sagte der Herr: „Ich habe zurzeit zwei Wohnungen in den Stadtteilen in direkter Nachbarschaft zu ihrer Arbeitsstelle anzubieten. Eine neunzig Quadratmeter große Wohnung mit einem sehr günstigen Mietpreis liegt in der Weselerstrasse und die zweite Wohnung liegt in einer sehr guten Lage und zwar in der Bayernstrasse. Der Mietpreis dieser Wohnung ist hier jedoch doppelt so hoch, wie vor der von der zuvor erwähnten Wohnung. Vielleicht sehen Sie sich beide Wohnungen an. Die Wohnung in der Weselerstrasse könnte sofort bezogen werden. In der anderen Wohnung werden gerade Sanierungsarbeiten durchgeführt. Sie könnte schon Mitte April spätestens jedoch am ersten Mai bezogen werden.“ Der feine Herr schlug Hans und seiner Frau vor, beide Wohnungen am nächsten Tag zu besichtigen. Man einigte sich am nächsten Tag um elf Uhr den Besichtungstermin vorzunehmen. Der Herr werde sie von ihrem Hotel abholen. Beruhigt verabschiedeten sich Hans und Maria und gingen mit langsamen Schritten in ihr Hotel. Im Hotelzimmer der obersten Etage stand Hans schließlich am großen Fenster und schaute hinaus. In der Atmosphäre über der Stadt erblickte er Rauchwolken, die aus vielen Industrietürmen kamen. Die Sonne war kaum zu sehen. Es beunruhigte ihn in diesem Augenblick, seine schöne Geburtsstadt Salzburg und die schönste Stadt Deutschlands München verlassen zu müssen. Kurze Zeit später jedoch überwog die Freude, nun eine gut bezahlte Arbeit gefunden zu haben. Am Vorabend schauten sie sich die Geschäfte in der Stadt an. Gegen zwanzig Uhr nahmen sie im Hotelrestaurant das Abendessen ein und bereiteten sich anschließend auf die Nacht vor. Am nächsten Tag holte sie der Immobilienmakler zur verabredeten Zeit im Hotel ab. Zunächst fuhren sie zu der Wohnung, die in der Weselerstrasse lag. Enttäuscht entdeckten Hans und Maria ein heruntergekommenes Haus, das unbedingt saniert werden musste. Nur widerwillig betraten sie das Treppenhaus, aus dem ihnen ein übler Geruch entgegen strömte, der von den Toiletten kam, die sich im Treppenhaus befanden. Zu damaliger Zeit war in Deutschland noch üblich, dass sich die Toiletten im Treppenhaus befanden. In diesem Vieretagenhaus wohnten acht Familien mit zahlreichen Kindern. Die besagte Wohnung lag in der vierten Etage. Ein Aufzug war nicht vorhanden. Nach den Informationen des Maklers war das Haus Ende des
19. Jahrhunderts gebaut worden. Der Besitzer überlegte sich, das Haus in den nächsten Jahren vollständig zu sanieren. Schon mit bloßem Auge konnte man sehen, dass die Wohnung an diversen Stellen mit Schimmelpilz versehen war. Noch bevor Hans diese Tatsache beanstanden konnte, sagte der Makler verlegen, dass es für ihn kein Problem sei, die Mängel vor dem Umzug beseitigen zu lassen. Er fügte aber sofort hinzu, dass diese Wohnung deshalb so günstig zu vermieten sei. Nach dieser Aussage des Maklers, wollte sich Hans die anderen Räumlichkeiten nicht mehr näher anschauen. Er wusste, dass er und seine Frau Maria diese Wohnung nicht beziehen würden.

 

 

 

 

 

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