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Geteiltes Leben. Autobiografische Texte und Gedichte
lieferbar
=> Leseprobe |
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2016, [=
Autobiographien, Bd. 50], 265 S., zahlreiche Gedichte, Abbildungen und
Fotos des Autors, ISBN 978-3-86465-070-3, 16,80 EUR |
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Zum Buch Der Mensch ist ein bio-psycho-soziales Wesen. Und die ihn umgebenden sozialen, wirtschaftlichen, politischen, kulturellen, kurz gesellschaftlichn Verhältnisse prägen sein Leben. Verlässt ein Mensch sein Geburtsland (Mutterland), werden die Einflüsse seines neuen Aufenthaltslandes allmählich immer prägender. Im günstigsten Fall wird es zum Vaterland, im schrecklichsten Fall zum lebenslangen, wurzellosen Exil. Immer bleibt wohl, dass die Kultur des Mutterlandes die Nabelschnur in die neue Heimat bleibt, zumindest in der ersten Generation der Ein- oder Auswanderer (je nachdem, von welcher Seite man es betrachtet). Und schön, wenn die alte Kultur des Mutterlandes und die des werdenden neuen Vaterlandes den Menschen gemeinsam bereichern. Dann kann das Gefühl entstehen, das Leben sei zwei-, manchmal vielleicht sogar dreigeteilt.
Mit diesem Blick schaut Ertekin Özcan auf sein eigenes Leben. Seine
autobiografischen Texte und Gedichte, denen er – siehe oben – zwangsläufig
den Titel „geteiltes leben“ voranstellt, reflektieren sein persönliches und
politisches Leben im Gefolge seiner Migration nach Deutschland. Auf jeder
Seite dieses Buches begegnet man interessanten Menschen, die sein Leben
berührt, beeinflusst und/oder länger begleitet haben. In jedem seiner Verse
zeigt sich Emphatie für diese Welt, drückt sich seine politische Verortung
weit links von der Mitte aus, zeigen sich Intentionen, Hoffnungen,
Sehnsüchte und natürlich auch Entäuschungen, die sein Engagement über
Jahrzehnte begleiteten. Das Berührende:
deine wurzel ist dort / deine äste sind hier / du selbst bist hier / dein kopf ist dort //…. damit du verstehst – / eine hälfte von dir ist hier / die andere ist dort.
Inhaltsverzeichnis I. Mein Leben beginnt im Dorf Çaykent (Piriz) (1946–1957) 7 Von der Provinzstadt Erzincan-Çaykent nach Istanbul (Üsküdar) 7 II. Lebensabschnitt von September 1957 bis 25.10.1973 in Istanbul 15
ERSTES KAPITEL Gedichte 45 Anstelle der Einleitung 47
ZWEITES KAPITEL Gedichte von 1962 bis 1970 57
DRITTES KAPITEL der Gedichte 89
III. Lebensabschnitt vom 25.10.1973 bis 1986 in Berlin 103 Anwerbestopp 103 Deutschkurs 104 Aufenthaltserlaubnis 105 Işıl und Ertekin 1975 106 Schichtarbeit in einer Plastikfabrik 107 Teilnahme an den Vorlesungen an der Juristischen Fakultät 110 Beginn der ehrenamtlichen Arbeit 110 Ehrenamtliche Tätigkeit in der HDB 113 Honorartätigkeit im JFH (Jugendfreizeitheim) und an der FU Berlin 116 Aktivitäten im Vorstand der HDB 118 Die Gründung der HDF 119 Phase der Familienzusammenführung 125 Bildungskonferenz der HDF 127 Heirat mit Işıl Gündüz 129 Kühn-Memorandum 131 Niederlassungsphase 134 Wichtigste Probleme der ImmigrantInnen in dieser Phase 136 Problemlösungsvorschläge von IGI und der HDF 138 Militärputsch in der Türkei 142 Dozententätigkeit an der VHS Tiergarten 144 Doktorarbeit am Fachbereich Politische Wissenschaften der FU Berlin 146
VIERTES KAPITEL der Gedichte 149 1. warum in die fremde ausgewandert? 151 2. landschaften des immigrationslandes 163 2.1. fremdes land 164 2.2. arbeitsimmigranten 182 2.3. leben in der fremde 194
IV. Lebensabschnitt: Eltern- und Kinderarbeit 211 Elternvertreter in den Kitas und in der Schule 211
FÜNFTES KAPITEL der Gedichte 219 5.1. in der türkei 222 5.2. in deutschland 226
SECHSTES KAPITEL der Gedichte 247
Glossar 253 Literatur und Bildnachweis 257 Lebenslauf Ertekin Özcans 259 Inhaltsverzeichnis 263
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