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Die Dokumentation von
vornehmlich deutschsprachigen Pressemeldungen aus den 1970er und 1980er
Jahren über die Verletzung der internationalen Völker- und
Menschenrechte während des Bürgerkrieges in Mosambik (1976–1992) belegt
konkret die terroristischen Vorgehensweisen der damaligen
RENAMO-Banditen gegen die dortige Zivilbevölkerung – auch mit deutscher
Unterstützung. Die Regierung der jungen Volksrepublik Mosambik wusste
sich daraufhin nicht viel anders zu helfen, als das Ausland um Hilfe zu
bitten. Die DDR half unter anderem durch die Aufnahme von Tausenden
junger Menschen, um ihnen somit nicht nur das Leben zu retten, sondern
ihnen auch eine kostenfreie berufliche Ausbildung in den Betrieben ihrer
Volkswirtschaft zukommen zu lassen, den später sogenannten
Vertragsarbeitern, während die offizielle Bundesrepublik gute Kontakte
zu den Terroristen pflegte.
In einer ausführlichen Einleitung (Teil I)
wird versucht zu belegen, warum dieser historischen Tatsache über die
Gründe der Vertragsarbeit in den seit dreieinhalb Jahrzehnten
entstehenden Publikationen und Medienberichten über die aus den Ländern
des Globalen Südens in die sozialistische DDR gekommenen jungen Menschen
kaum oder keinerlei Bedeutung beigemessen wird. Stattdessen werden die
irrwitzigsten ideologisch geprägten Fake News über die Gründe und den
Verlauf des Aufenthaltes von Vertragsarbeitern in der
DDR-Volkswirtschaft immer wieder von Neuem verbreitet. Dabei werden
zumeist die negativen Erfahrungen der Gastarbeiter im Westen
Deutschlands auf den Osten projiziert.
Durch die hier präsentierten zeithistorischen
Quellen in der Dokumentation drängt sich geradezu die Frage nach den
konkreten politischen Ursachen der völlig anders gearteten
Vertragsarbeit auf. Die ausgewählten Dokumente verdeutlichen ebenso,
welchen Anteil Deutsche aus der Bundesrepublik daran hatten, dass und
warum DDR-Bürger mit den jungen mosambikanischen Menschen Solidarität
übten. Mit der
aus zeitgenössischen Berichten erstellten Edition zur damaligen
katastrophalen Situation in Mosambik (Teil II), die letztendlich den
Grund für den Ausbildungs- und Arbeitsmigrationsprozess in der DDR
lieferte – was für viele Betroffene zweifelsohne eine kaum bekannte
Herausforderung darstellte –, steht nunmehr komprimiert den historischen
Forschungen zu den mannigfachsten Fragen hinsichtlich der Geschichte der
Vertragsarbeiter aus Mosambik zur Verfügung. Das ist verbunden mit der
Hoffnung, dass diejenigen, die behaupten, die DDR hätte die jungen
Afrikaner an- oder gar abgeworben, um ihre Volkswirtschaft zu retten,
sich zukünftig auf den Boden der historischen Realität bewegen mögen.
Mein Wunsch geht des Weiteren dahin, dass solche Aussagen von den sich
bislang mit Fake News zu Wort gemeldeten Pamphletisten – auf der
Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse der hier dokumentierten Zustände
insbesondere nach der Unabhängigkeitserklärung Mosambiks sowie der
nachgewiesenen Verstrickungen von Menschen und Institutionen der alten
Bundesrepublik – mit ebensolchem Verve dieser Teil der deutschen
Geschichte „aufgearbeitet“ wird. Sie werden hier entsprechende
Anregungen zum Weiterforschen finden.
Inhaltsverzeichnis
- Zusammenfassung
- Zur historischen Einführung - Mögliche
Ursachen der verzerrten Widerspiegelung des Einsatzes von
mosambikanischen Vertragsarbeitern in der DDR-Wirtschaft - Die heute
unterbelichteten Verstrickungen der Bundesrepublik mit dem Terror in
Mosambik - Was die DDR-Zeitgeschichtsschreibung von den Historikern
der Frühen Neuzeit lernen kann – ad fontes!
Dokumentenanhang Bildquellen Literatur- und Quellenverzeichnis
Über den Autor
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