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Petra Werner Können wir von Nobelpreisträger Otto H. Warburg noch lernen? Lebensbewältigung in schwierigen Zeiten |
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2025, ca. 380 S., z2025, ca. 350 S., ISBN 978-3-86464-275-3, ca. 35,00 EUR
2026, 328 S., ISBN 978-3-86464-290-6 (Hardcover) 42,80 EUR, ISBN
978-3-86464-291-3 (Softcover) 34,80 EUR
In Vorbereitung
eferbar
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Zum Buch
Wie weitläufig der Mensch ist! Wäre ich Gott, ich hätte ihn geschmälert! - Dieser Ausruf, der Dostojewski zugeschrieben wird, charakterisiert Otto H. Warburg. Viel wurde schon über sein Leben und Werk geschrieben, allein die Autorin (Biochemikerin, Wissenschaftshistorikerin, Schriftstellerin) hat vier Monographien und zahlreiche Artikel über ihn verfasst, außerdem die Vorlage für einen Dokumentarfilm geschaffen, der unter dem Titel „Ein Biochemiker als ´Kaiser von Dahlem´“ 2011 auf der Berlinale uraufgeführt wurde. Auch andere Kollegen und Kolleginnen haben wichtige Beiträge zur wissenschaftlichen Warburg-Forschung geleistet. Petra (Gentz-)Werner, zeitweise in der Alexander-von-Humboldt-Forschung tätig, hat nie die Recherche zu Warburg aufgegeben und stellt nun auf der Grundlage unbekannter Dokumente, von noch nie erforschten Orten, von Gesprächen mit Zeitzeugen, die erstmals interviewt wurden, neue Erkenntnisse vor. Sie betreffen auch Warburgs Verhältnis zu den Alliierten. Warum hat der Wissenschaftler zwar in der UdSSR publiziert, aber das Angebot, ein Institut in Moskau zu übernehmen, nicht angenommen? Was vereinbarte Leonid Koreysha von der Gesundheitsverwaltung des Alliierten Kontrollrats mit ihm? Warum verzögerte sich seine Einreise in die USA und das trotz großer Unterstützung von Eric Warburg, Banker, Mitbegründer der US-Notenbank (=FED), Sicherheitsoffizier, der Hermann Göring vernahm? Was wollte die US-Navy von Otto Warburg? Und was der MI6-Spion Paul Rosbaud? Warburg, dessen Hauptthema die Bekämpfung des Krebses war, wurde nicht nur durch den Zeitgeist (so die Krebsangst Adolf Hitlers) gefördert und die Zusammenarbeit mit der Pharmafirma Schering, sondern auch persönliche Motive spornten ihn an – mehrere Verwandte, darunter die Lieblingsschwester Lotte, verstarben an diesem Leiden. Um zu überleben und Arbeitsbedingungen für sich und seine Mitarbeiter zu garantieren, kooperierte er mit einem großen Netzwerk auf beiden Seiten der Barrikade. Er war ein „deal maker“ im allerbesten Sinne. Und ebenso wichtig: Es war nicht nur seine Schwester, die ihm beistand und ihn stabilisierte, sondern es waren auch andere Frauen, die ihm den Kopf gerettet haben. Das alles wird von der Autorin witzig und souverän behandelt. - Wie es nur jemand kann, der vom Fach ist, über dem Stoff steht, sich mit einer emanzipierten Mutter austauschen konnte.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Ausgewählte Personen
Ardenne, Manfred von
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