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Gerhard Oberkofler

Mit Geduld auf dem Weg bleiben

Essays

 

2022, [= Hochschulschriften, Bd. 62], 285 S., ISBN 978-3-86464-246-3, 19,80 EUR

 

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In unserer von Krieg, Armut, Ausbeutung, Unterdrückung, Vertreibung und Klimawandel gezeichneten Welt sind wir in Europa alle in ein von „westlichen Schutzwerten“ definiertem System wie in einen Käfig eingesperrt. Das persönliche „Gewissen“ allein wird nicht helfen, sich daraus zu befreien, es bedarf auch der konkreten Bildung, um über die Tagaus Tagein in allen herrschenden Leitmedien im Interesse der Reichen und ihrer Eliten vermittelte „schwarze Magie“ hinauszukommen. Am Beginn der 13 nach 2019 geschriebenen, von einander unabhängigen Essays steht das Gedenken an Bernard Bolzano. Dieser katholische Priester im Prag des Vormärz wurde von der vom Klerikalismus geprägten Kirche in Absprache mit dem Staatsapparat von seiner Professur an der Universität vor allem deshalb entlassen, weil er die Habgier des Privateigentums mit ihrer Mentalität zur Ausbeutung angeprangert und die Pflicht zum Widerstand postuliert hat. Bolzano ist als Pionier der Befreiungstheologie in der Nachfolge von Jesus Christus für eine menschliche Gesellschaftsordnung eingetreten. Pater Georg Sporschill SJ spricht in einem persönlichen Vorwort davon, dass ungeachtet aller Meinungsverschiedenheiten eine Gemeinsamkeit von Christen und Kommunisten im Kampf für die Befreiung der Armen und Unterdrückten zu erzielen und notwendig ist.


 

Inhaltsverzeichnis


P. Georg Sporschill SJ: Ein persönliches Vorwort 7

Vorwort 11

I. Es gibt die Plicht zum Widerstand. Eine Erinnerung an Bernard Bolzano als einen der Wegbereiter der Befreiungstheologie 15

II. Mit der Ethik der Väter (Pirkey Aboth) zum Denken und Handeln für eine geschwisterliche Welt. Aus den Jugendjahren des altösterreichischen Kommunisten Bruno Frei (1897–1988) 53

III. Die Rolle von Persönlichkeiten an Zeitenwenden. Der Marxist Konrad Farner über die dialektische Einheit von Wissen und Tat beim Reformator Ulrich Zwingli 87

IV. Was hat die Arbeiterschaft mit der Frage, ob der vor 550 Jahren geborene Albrecht Dürer ein Porträt von Ulrich Zwingli gemalt hat, zu tun? Eine Antwort von Konrad Farner 121

V. Rechtspopulistische Männlichkeit und deren Denkmalkunst im Wien der Gegenwart. Notizen zu zwei ukrainischen Kosakenmonumenten 127

VI. Wissenschaft und Frieden 141

VII. Antisemitismus in der Geschichte als ideologisches Werkzeug der Gegenwart 147

VIII. Die ersten deutschsprachigen Übertragungen von Nâzim Hikmet in den fünfziger Jahren 165

IX. „Die Wahrheit ist unteilbar“. Oskar Kokoschka schreibt als Weltbürger 194t1 von der Zufälligkeit der Staatsbürgerschaft und erinnert an das „Genter Vaterunser“ 177

X. Christliches Sein an einer Weggabelung der DDR 1956/1957. Briefe des Theologen Emil Fuchs aus Leipzig an den religiösen Sozialisten Hugo Kramer in Genf 189

XI. „Kobzar“. Deutsche Kommunisten übersetzen das Werk des ukrainischen Poeten und revolutionären Demokraten Taras Schewtschenko und bereichern damit die Kultur der Deutschen
Demokratischen Republik 211

XII. Palästina und Israel. Eine historisch-politische Reflexion 227

XIII. Unterscheiden lernen in den 1960er und beginnenden 1970er Jahren. Erinnerungen an persönliche Wendepunkte 257

Personenregister 275

Über den Autor 291

 

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