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Torsten Dörflinger
"Beata Teanga i a Labhairt".
Eine Studie zur Vitalität des Irischen in der Gaeltacht Donegals
im Spannungsfeld zwischen Language Shift und sprachlicher
Zukunftssicherung
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2019, 655 S., zahlr. Tab., ISBN 978-3-86464-184-8, 49,80 EUR
lieferbar
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zum Buch
Der rechtliche Status des Irischen kann leicht zur Annahme verleiten, es handele sich um eine im Gegensatz zu anderen minorisierten Sprachen geradezu privilegierte Sprache: Irisch ist seit fast 100 Jahren offizielle Amtssprache der Republik Irland sowie seit 2007 Amts- und Arbeitssprache der EU, es ist Pflichtfach an sämtlichen irischen Schulen, Radio- und Fernsehkanäle senden auf Irisch und seit der Verabschiedung des Official Languages Act (2003) hat jeder Bürger das Recht, die Verwendung des Irischen im Umgang mit Behörden einzufordern. Eine genauere Betrachtung der Situation ergibt jedoch ein anderes Bild: Die Zahl derer, die regelmäßig Irisch sprechen, ist seit Jahrzehnten rückläufig, die Gaeltacht-Gebiete sind wirtschaftlich und demographisch im Niedergang und es steht zu befürchten, dass der Language Shift zum Englischen unaufhaltsam voranschreitet. Basierend auf einer breit angelegten empirischen Untersuchung beschreibt dieses Buch die Vitalität des Irischen am Beispiel der Gaeltacht Donegals und zeigt dabei auf, welche Möglichkeiten und Grenzen für eine Sprachpolitik „von unten“ bei der Zukunftssicherung minorisierter Sprachen bestehen.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 11
Kapitel 1: Einleitung 15
Kapitel 2: Hundert Jahre irische Sprachpolitik 1916-2016: Zwischen Revival und Survival? 23 2.1 Sprachpolitische Prämissen und Positionsbestimmungen 26 Language Planning 27 Language Policy 30 Schlussfolgerung 38 2.2 Vom Gaelic Revival zum Easter Rising: Historische Vorbemerkungen 41 2.2.1 Frühe Organisationen zum Erhalt der irischen Sprache 43 2.2.2 Gründung, Aufbau und Zielsetzung der Gaelic League 48 2.2.3 Die Gaelic League zwischen 1893 und 1908 53 2.2.4 Die Radikalisierung des irischen Nationalismus 58 2.2.5 Die Gaelic League nach 1916 und ihr Vermächtnis 63 2.3 „To revive the ancient life of Ireland“ – Die irische Unabhängigkeit und die Institutionalisierung der Sprachenfrage 67 2.3.1 Unabhängigkeitskrieg und Staatsgründung 69 2.3.2 Teilung des Landes, Bürgerkrieg und Konsolidierung 72 2.3.3 Erste Ansätze nationaler Sprachpolitik 77 2.3.4 Sprachstandardisierung und Wortschatzerweiterung 86 2.4 „Tobar fíor-ghlan na Gaeilge“ – Die Festlegung der Gaeltacht-Gebiete 94 2.4.1 Die Coimisiún na Gaeltachta 1925 96 2.4.2 Ökonomische und soziale Probleme irischsprachiger Gebiete 102 2.4.3 Die Neugliederung der Gaeltacht 1956 108 2.5 „The popular schools can restore our native language“ – Die Rolle des Irischen im Schulsystem 122 2.5.1 Irisch im Schulsystem nach der Unabhängigkeit 124 2.5.2 Veränderungen im Bildungswesen nach 1960 134 2.5.3 Die Gaelscoileanna-Bewegung 140 2.6 „The Gaeltacht is on the verge of collapse“ – Die Gaeltacht zwischen Zerfall und Zukunftssicherung 151 2.6.1 Sprachpolitik zwischen Sprachaktivismus und Minori- sierung 152 2.6.2 Sprachliche Trends in der Gaeltacht zwischen 1970 und 1996 157 2.6.3 Die Gaeltacht Commission (2000-2002) 163 2.6.4 Die Comprehensive Linguistic Study 168 2.6.5 Herausforderungen für die Zukunft des Irischen in der Gaeltacht 179
Kapitel 3: Sprachliche Vitalität und Irisch 189 3.1 Sprachvitalität 190 3.1.1 Ethnolinguistische Vitalität nach Giles, Bourhis und Taylor 193 3.1.2 Joshua Fishman: Reversing Language Shift 200 3.1.3 UNESCO: Language Vitality and Endangerment 208 3.1.4 John Edwards: Towards a typology of minority-language settings 213 3.1.5 Seosamh Mac Donnacha: Integrated Language Planning Model 216 3.2 Sprachvitalität in Irland – Kontributionen und Perspek- tiven aus nationaler Forschung 222 3.2.1 Census of Population 224 3.2.2 Sprachattitüden in Irland: Die CILAR-Umfragen 1973, 1983 und 1993 229 3.2.3 Sprachvitalität und intergenerationelle Weitergabe: Scéim Labhairt na Gaeilge 234 3.2.4 Sprachvitalität in Gaeltacht-Schulen 237 3.2.5 Attitüden und Sprachgebrauch: Perspektiven im 21. Jahrhundert 241 3.2.6 Lokale Gaeltacht-Untersuchungen 244 3.2.7 Synthese und abschließende Bemerkungen 250 3.3 Schlussfolgerung und Fragestellung 253
Kapitel 4: Forschungsdesign und Methodologie 263 4.1 Vorbereitung und Einsatz einer Mixed-Methods-Studie 264 4.2 Operationalisierung von Kernkonzepten 270 4.3 Entwicklung des Fragebogens 276 4.4 Auswahl des Samples und der Befragungsorte 296 4.5 Vorbereitung und Ablauf der Studie 299 4.6 Analytische Ansätze 306 4.7 Methodologische Reflexionen 310
Kapitel 5: Politische und sprachliche Vorbemerkungen zur Grafschaft Donegal 317 5.1 Die politisch-demographische Situation der Grafschaft Donegal 318 5.2 Die irische Sprache in Donegal 323 5.3 Die Gaeltachtaí Donegals 338 5.3.1 Na Rosa, Gaoth Dobhair und Cloch Cheann Fhaola 342 5.3.2 Fánaid, Ros Goill und An Tearmann 354 5.3.3 Tír Chonnail Láir 362 5.3.4 Gleann Cholm Cille, Teileann und Cill Charthaigh 370 5.3.5 Zusammenfassung und Ausblick 375 5.4 Der „Language Planning Process“ in Donegal 382
Kapitel 6: Irisch in der Gaeltacht Donegals – Eine empirische Untersuchung zu Sprach-gebrauch und Sprachattitüden von Kindern und Jugendlichen 389 6.1 Soziodemographische Hintergründe der Befragten 389 6.2 Die Vitalität des Irischen in der Gaeltacht Donegals – Sprachgebrauch und Sprachattitüden 396 6.2.1 Sprecher und Sprachverhalten 397 6.2.2 Familie 405 6.2.3 Sprachliches Umfeld 422 6.2.4 Sprachattitüden 447 6.2.5 Zusammenfassung 465 6.3 Die Vitalität des Irischen in der Gaeltacht Donegals: Regionale und lokale Spezifika470 6.3.1 Gaeltacht-Gebiete der Kategorie A 469 6.3.1.1 Sprecher und Sprachverhalten (Gaeltacht-Kategorie A) 471 6.3.1.2 Familie (Gaeltacht-Kategorie A) 475 6.3.1.3 Sprachliches Umfeld (Gaeltacht-Kategorie A) 482 6.3.1.4 Sprachattitüden (Gaeltacht-Kategorie A) 505 6.3.2 Gaeltacht-Gebiete der Kategorie B 511 6.3.2.1 Sprecher und Sprachverhalten (Gaeltacht-Kategorie B) 511 6.3.2.2 Familie (Gaeltacht-Kategorie B) 515 6.3.2.3 Sprachliches Umfeld (Gaeltacht-Kategorie B) 518 6.3.2.4 Sprachattitüden (Gaeltacht-Kategorie B) 539 6.3.3 Gaeltacht-Gebiete der Kategorie C 542 6.3.3.1 Sprecher und Sprachverhalten (Gaeltacht-Kategorie C) 544 6.3.3.2 Familie (Gaeltacht-Kategorie C) 547 6.3.3.3 Sprachliches Umfeld (Gaeltacht-Kategorie C) 549 6.3.3.4 Sprachattitüden (Gaeltacht-Kategorie C) 569 6.4 Domänenspezifische und domänenübergreifende Regressionsmodelle 574 6.4.1 Familie 575 6.4.2 Familienaktivitäten 580 6.4.3 Sprachliches Umfeld: Hobbys und Freizeitveranstal- tungen 582 6.4.4 Sprachliches Umfeld: Interaktion mit Personen(gruppen) 584 6.4.5 Gesamtmodell und Synthese 587 6.5 Disussion 591
Kapitel 7: Schlussbetrachtung und Ausblick 613
Literaturverzeichnis 623
Über den Autor 655
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