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Ekkehard SachseFreiheitEin Essay vor historisch-gesellschaftlichem Hintergrund aus marxistischer Sicht |
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[=Hochschulschriften, Bd. 48], 2016, 223 S., 978-3-86464-151-0, 16,80 EUR |
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Inhalt Dieses Buch verfolgt das Ziel, die komplizierten Zusammenhänge, Deutungen und auch Widersprüchlichkeiten unserer grundlegenden Kategorie „Freiheit“ und damit verbunden der „Menschenrechte“, in ihrem Wesen im Rahmen einer historischen Analyse transparenter zu machen. Dabei werden die beiden philosophischen Grundrichtungen –einerseits der marxistische historische und dialektische Materialismus und andererseits die hier dominante idealistische Philosophie – zur Untersuchung des Gegenstandes gegenüber gestellt. Es sollte für den Leser reizvoll sein, die unterschiedlichen Positionen in ihrer praktischen Bedeutung kennen zu lernen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Dafür sind die im Buch ausführlichen zitierten Quellen besonders geeignet. Die in der Bundesrepublik und in anderen Ländern dominanten idea-listischen philosophischen Grundlagen führen dabei – gesellschaftlich bedingt – zu einer subjektiven, eigentlich eingeengten, reduzierten, Position hinsichtlich Freiheit und Menschenrechten, auf persönlichen Freiheit/Selbstbestimmung bzw. auf individuelle Willens- und Handlungsfreiheit. Nach Auffassung des Autors können Fortschritte im Sinne wachsender Freiheit nur dann errungen werden, wenn die objektiven Erfordernisse in Natur und Gesellschaft wissenschaftlich erkannt und daraus die individuellen und gesellschaftlichen Aufgaben und Möglichkeiten abgeleitet und umgesetzt werden. Ohne diese grundlegenden Beziehungen zu beachten – den Systemcharakter der Freiheit in Natur und Umwelt, in der Gesellschaft und für das einzelne Individuum –, ist ein tragfähiges Konzept für eine schlüssigen Freiheitsbegriff für Moderne und Postmoderne nicht zu entwickeln. Die internationalen Beschlüsse der UN zu den Freiheiten und Menschenrechten bieten für diese ganzheitliche Position eine tragfähige Basis. Dieses Essay versteht sich schließlich als Aufforderung, auf Grund der existentiellen Bedeutung der Kategorien Freiheit und Menschenrechte tiefer in die Materie einzudringen und vor allem zu fokussieren, das die Freiheits-Diskussion wieder stärker auf die weltweit arbeitenden Menschen und Klassen ausgedehnt werden sollte.
Inhaltsverzeichnis Einführung 7 Der Kampf um Freiheiten in den Gesellschaftsordnungen 13 1. Menschliche Freiheit gegenüber der natürlichen Umwelt 14 2. Sklavenhaltergesellschaft und Freiheit 21 3. Feudalgesellschaft und Freiheit 33 4. Nationale Freiheit und Befreiungskampf 48 5. Der Übergang zur kapitalistischen Gesellschaft – die bürgerlich-demo-kratische Revolution und die neuen Freiheiten 59 5.1 Die Vorbereitung der bürgerlich-demokratischen Revolution – die Aufklärung 62 5.2 Bürgerlich-demokratische Revolutionen 75 5.3 Die erste industrielle Revolution 83 6. Die Erkennbarkeit der objektiven Gesetze in Natur und Gesellschaft – eine neue Etappe auf dem Gebiet der menschlichen Freiheit 91 7. Die neue Klasse und der Freiheitskampf – Fortschritte, Niederlagen und Zukunftsaussichten 104 7.1 Kampf um Freiheiten unter kapitalistischen Bedingungen 105 7.2 Freiheit im Rahmen des gescheiterten realen Sozialismus in Europa – am Beispiel der DDR 121 7.3 Aufbruch zu neuen Freiheiten in der VR China und in Lateinamerika 131 8. Freiheit und entwickelter Kapitalismus 144 8.1 Die veränderten Bedingungen im modernen Kapitalismus für die Freiheit im Westen und in der Welt 144 8.2 Die Menschenrechte als ein neues Sicherungsinstrument realer Freiheit 182 8.3 Eine aktuelle Betrachtung zur Freiheit in Deutschland 189 8.3.1 Freiheitsbegriffe, die hierzulande als allgemeingültig angesehen werden 189 8.3.2 Öffentliche Diskussionen zum Stand und zur Wahrung der Freiheit 196 8.4 Schlussfolgerungen: Erkenntnisse zu einer realen Bestimmung des Wesens der Freiheit auf der Grundlage der materialistischen Philosophie 217 Über den Autor 223
Über den Autor Sachse, Ekkehard, Prof. Dr. rer oec sc., geb. 1927 in Berlin. Schulbildung im Humanistischen Mommsen-Gymnasium. Mit 15 Jahren Soldat, nach Kriegseinsatz und englischer sowie sowjetischer Gefangenschaft Rückkehr nach Westberlin, verschiedene berufliche Tätigkeiten. 1949 Studienbeginn an der Humboldt-Universität, Wechsel an die Universität Leipzig (Arbeitsökonomie). 1953 Diplom an der Hochschule für Ökonomie Berlin und Arbeitsbeginn als Wissenschaftlicher Assistent. 1958 Promotion, 1963 Habilitation. 1965 Professor mit vollem Lehrauftrag. 1954 bis 1969 und 1973 bis 1979 Leiter des Instituts für Arbeitsökonomie an der Hochschule für Ökonomie. 1955 Dekan einer Fakultät und mehrmals danach. 1969 bis 1973 Prorektor. Seit 1955 Auslandsbeziehungen zu arbeitsökonomischen Instituten sozialistischer Länder. Mitglied einer Reihe von wissenschaftlichen Räten und Mitbegründer der Zeitschrift Arbeitsökonomie. Einsätze in Ägypten, Algerien, Mosambik, Vietnam, Finnland, bei der ILO sowie insbesondere in Japan – Beziehungen bis heute. Nach der Abwicklung der Hochschule für Ökonomie Fortsetzung der wissenschaftlichen Kooperation mit Japan sowie ab 1994 bis 2010 Koordinator dieser Aufgabe an der neuen Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), parallel dazu 10 Jahre Lehrtätigkeit auf dem Gebiet der japanischen Wirtschaft. |