Klaus Kühnel

'Man kommt ja nicht als Kommunist auf die Welt'. Erna Raum (19.04.1904 – 31.12.1990. 

Ein Lebensbericht, aufgeschrieben  nach den Tonbandprotokollen

[= BzG – Kleine Reihe Biographien, Bd. 14], trafo verlag 2005, 80 S., ISBN (10) 3-89626-540-7,  ISBN (13) 978-3-89626-540-1, 9,80 EUR  

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REZENSIONEN

 

 

"Erna kommt!" war nicht nur der Überraschungshit von Wolfgang Lippert aus dem Jahre 1983, es war offensichtlich auch ein Schreckensruf in den Behörden des Kreises Großenhain zu DDR-Zeiten. Gewarnt wurde damit vor Erna Raum, einer herzensguten Frau, die niemandem etwas zu Leide tat, aber auch niemals zufrieden war mit dem Erreichten und sich auch nicht abspeisen ließ mit der Vertröstung auf morgen. Die Kommunistin hatte in der Hölle des KZ’s Lichtenburg den Machtkampf mit einer SS-Aufseherin um einen Bonbon gewonnen, hatte dabei erfahren, daß nichts so schnell verloren geht wie Selbstbewußtsein, Ehre und Charakter und war seitdem ein Eiferer für die Würde des Menschen. Was immer sie von den Genossen ihrer Partei forderte: Es sollte dem Menschen dienen, der angeblich im Mittelpunkt aller Politik stand, in Wirklichkeit aber oft mißachtet wurde, "weil der Klassenkampf eben Opfer erfordert".
Mit der Wende verlor Erna Raum den Sinn ihres Lebens, wurde schwer krank, resignierte und erhängte sich.

 

 

 

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