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Jacobasch, Gisela / Rohland, Lothar (Hrsg.)

 

Samuel Mitja Rapoport (1912–2004)

 

[= Medizin und Gesellschaft, Bd. 52], Berlin 2005, 103 S., ISBN 3-89626-536-9, 14,80 EUR

 

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Vorwort

Am 7. Juli 2004 verstarb im 92. Lebensjahr Prof. Dr. med. Dr. phil. Dr. h.c. mult. Samuel Mitja Rapoport.

Durch sein großes fachliches Wissen, seine am gesellschaftlichen Fortschritt orientierte humanistische Gesinnung und sein unermüdliches Engagement für Wissenschaft und Menschlichkeit hat er Zeit seines Lebens einen nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der Biowissenschaften genommen und als Forscher, Hochschullehrer, Wissenschaftsorganisator sowie in gesellschaftlichen Funktionen hervorragendes geleistet. Mit seiner schnellen Kombinationsgabe, seiner disziplinierten Arbeitsweise, gepaart mit kritischer Streitlust, war er für viele Initiativen des wissenschaftlichen Fortschritts ein Katalysator.

Sein Name ist dementsprechend mit bedeutenden Ergebnissen in Lehre, Forschung und der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses eng verbunden. Seine wissenschaftlichen Leistungen, sein engagiertes Eintreten für Frieden und gesellschaftlichen Fortschritt machten ihn auch international zu einer anerkannten und geachteten Persönlichkeit.

Zu seinen bemerkenswerten Leistungen in der Zeit nach dem Anschluss der DDR an die BRD gehört die auf private Initiative von Wissenschaftlern zustande gekommene Gründung der Gelehrtengesellschaft Leibniz-Sozietät, deren erster Präsident er war, und die gemeinsam mit seiner Frau Ingeborg erfolgte Einflussnahme auf die Gründung der Interessengemeinschaft Medizin und Gesellschaft.

Der 90. Geburtstag von Prof. Rapoport war für die Leibniz-Sozietät Veranlassung, in einem Festkolloquium am 28. November 2002 Leben und Werk des Jubilars in eindrucksvoller Weise zu würdigen und das Tagungsprotokoll im 28. Jahrgang ihrer Sitzungsberichte zu veröffentlichen. Diese Publikation fand verständlicherweise reges Interesse und war schon noch kurzer Zeit vergriffen. Aufgrund der Aktualität und des Wertes dieser Schrift und bedingt durch vielfache Anfragen, auch aus der Mitgliedschaft der Interessengemeinschaft Medizin und Gesellschaft, haben sich die Leitungen beider Vereinigungen darüber verständigt, die Publikationsmöglichkeit in der im Eigenverlag herausgegebenen Schriftenreihe „Veröffentlichungen der Interessengemeinschaft Medizin und Gesellschaft" (Veröff. Med. Ges.) für eine Nachauflage zu nutzen. Dies erfolgt mit freundlicher Genehmigung des trafo Verlags Dr. Wolfgang Weist.

Allen, die dieses Vorhaben ermöglicht und an ihm mitgewirkt haben, um damit ihre Hochachtung und Wertschätzung gegenüber dem Verstorbenen und ihre Verbundenheit mit Ingeborg Rapoport und ihrer Familie zu bekunden, möchten die Herausgeber herzlich danken.

Berlin im September 2004

Gisela Jacobasch

Lothar Rohland

 

Inhalt

Herbert Hörz: Kompetent, provokant und immer hellwach – Samuel Mitja Rapoport zum 90.    5

Eberhard Hofmann: Samuel M. Rapoport wird 90     9

Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. mult. Samuel M. Rapoport: – Lebensdaten     19

Tom A. Rapoport: Rede zum 90. Geburtstag von Samuel Mitja Rapoport     21

Charles Coutelle: Möglichkeiten und Grenzen einer in utero Gentherapie genetisch bedingter Erkrankungen     29

Andre Rosenthal: Die Nutzung des Humangenoms in der Onkologie     39

Gisela Jacobasch: Antiinflammatorische und antikanzerogene Wirkungen von resistenten Stärken und Flavonoiden    65

Tankred Schewe: Enzymatische Lipidperoxidation durch 15-Lipoxygenase-1: Flavonoide als Mikronährstoffe und ihre Wechselwirkungen mit Lipoxygenasen     81

Schlußbemerkungen des Jubilars    101

 

© trafo verlag 2005