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Bleiber, Helmut / Küttler, Wolfgang (Hrsg.)

Revolution und Reform in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert. 
Zweiter Halbband: Ideen und Reflexionen. 
Zum 75. Geburtstag von Walter Schmidt

[= Abhandlungen der Leibniz-Sozietät, Bd. 18], trafo verlag 2005, 250 S., ISBN (10) 3-89626-532-6, ISBN (13) 978-3-89626-532-6, 24,80 EUR

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Vorwort  

 

Diese Festschrift ist nach dem aus einem Kolloquium zum 65. Geburtstag des Jubilars hervorgegangene Band "Gibt es erledigte Fragen an die Geschichte (1996) die zweite größere Publikation, in der Freunde und Kollegen das Lebenswerk von Walter Schmidt mit Beiträgen aus ihren eigene, oft von ihm direkt oder indirekt angeregten Forschungen würdigen. Diesmal sind erfreulicherweise mehr als damals Autoren aus Ost und West beteiligt – was im nun 15 Jahre neu vereinten Deutschland immer noch keine Selbstverständlichkeit ist und daher besondere Hervorhebung verdient.

Festgaben versammeln zumal bei Jubilaren mit breitem fachlichen Spektrum zumeist Beiträger sehr unterschiedlicher Forschungsgebiete und damit auch weit verzweigte Themenfelder. Das ist in unserem Fall nicht anders, trotz der übergreifenden Problematik von Revolution und Reform vor allem im 19. Jh., dem Walter Schmidts Forschungsinteresse in erster Linie gilt. Es würde zu weit führen, eingangs alle Themen einzuführen und ihre Beziehung zum Werk Walter Schmidts aufzuzeigen. Genannt seien lediglich die thematischen Schwerpunkte frühe Arbeiterbewegung und Revolution von 1849/49, die auch im Zentrum seiner eigenen Arbeiten stehen, und eine Erläuterung bedarf auch die Einteilung in zwei Bände, die uns angesichts der erfreulich großen Zahl der beteiligten Autoren angemessen schien, um statt eines allzu voluminösen Bandes zwei handliche Teilpublikationen vorzulegen. Außerdem ergab sich eine klare inhaltliche Differenzierung nach Beiträgen über das Geschehen selbst, und solche, die es mehr von der Metaebene aus betrachten, d.h. in "Ereignisse und Prozesse" einerseits, "Ideen und Reflexionen" andererseits. Erstere haben die großen Spannweite von den unter napoleonischen Protektorat angeregten bürgerlichen Reformen bis zur Revolution von 1918/19. Bei letzteren reicht das Angebot vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis zu den Nürnberger Prozesse und der Darstellung der DDR-Geschichte in aktuellen Schulbüchern.

Wir haben allen Autoren für ihre Mitarbeit und besonders dem Verleger Wolfgang Weist für vorbildlich engagierte und kurzfristig ermöglichte Herstellung zu danken. Ohne das sehr disziplinierte Zusammenwirken aller Beteiligten wäre die Publikation in so kurzer Frist – die Idee hatten wir etwa ein Jahr zuvor – sicher nicht zustande gekommen.

Bei der Gestaltung der Anmerkungen wurde auf eine strenge Vereinheitlichung verzichtet und lediglich auf Konsistenz innerhalb der einzelnen Beiträge und darauf geachtet, daß die bibliographischen Angaben eindeutig sind.

 

Berlin, im April 2005

 

Helmut Bleiber und Wolfgang Küttler

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

Vorwort 9

 

Gegenständlichkeit, Subjektivität und die Geschichte 11

Wolfgang Eichhorn

 

 

Über Fortschritt, Revolution und Reform 23

Werner Berthold

 

Revolution und Krieg. Zur Bedeutung der internationalen Politik für die Erfolgschancen von Revolutionen in Europa im 19. und 20. Jahrhundert 39

Dieter Langewiesche

 

 

Zeitkritik und Gesellschaftsentwürfe in der politischen Publizistik von Joseph Görres zwischen 1814 und 1822 51

Harald Müller

 

 

Ein schlesischer Junghegelianer 71

Martin Hundt

 

 

Wilhelm Weitlings "Guerillakrieg des stehlenden Proletariats" Dokumentation einer Legende 79

Waltraud Seidel-Höppner/Joachim Höppner

 

 

Johann Philipp Beckers Solidarität mit Polen 1831–1886: Kontinuität, Diskontinuität, Aktualität 95

Rolf Dlubek

 

 

Die Association Démocratique und Karl Marx in Brüssel 107

Hans Pelger

 

 

Über Klasseninteressen und subjektive Rechte, anläßlich Marxens Judenfrage 121

Hermann Klenner

 

 

Clausewitz und Marx – eine archivalische Nachlese 129

Hans-Peter Harstick/Manfred Neuhaus

 

 

Constantin Frantz (1817–1891) – ein zeitgenössischer Gegner von Karl Marx und seinen Ideen 151

Helmut Meier

 

 

Gesellschaftsreform und Imperialismus. Zur politischen Konzeption Max Webers 163

Wolfgang Küttler

 

 

Der Große Europäische Krieg – 90 Jahre danach 179

Jürgen Kocka

 

 

Unfähig zur Reform, von Anfang an todkrank? Arthur Rosenbergs Darstellung des deutschen Kaiserreiches und seine Kritiker 191
Mario Keßler

 

 

Ein früh erworbenes Verdienst. Judenverfolgung und Judenmord vor dem Nürnberger Tribunal 1945/46 203

Kurt Pätzold

 

 

Die DDR-Jugendforschung – Ausgangsbedingungen und Spezifika im Gesamtverbund der Sozialwissenschaften 215

Helmut Steiner

 

 

Die Geschichte der DDR in deutschen Schulbüchern seit 1990 239

Heike Mätzing

 

 

Autorenverzeichnis 251

 

 

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