trafo verlag 2004, 172 S., ISBN 3-89626-488-5, ISBN 3-89626-488-6, 18,80 EUR
![]() |
Zum InhaltWas bedeutet es, am Rand zu stehen, marginal zu sein? In allen Beiträge werden Ränder des wissenschaftlichen, historischen, literarischen, kulturellen, sozialen oder politischen Bewußtseins erkundet. Das heißt, es werden hier kultur- und geistesgeschichtliche Quellen verschiedener Art neu durchdrungen, um Verdrängtes oder nicht für wissenswert Befundenes ans Licht zu fördern. Dabei ist vor allem dasjenige interessant, dessen Nichtberücksichtigung im Zusammenhang mit politischen Ausgrenzungstendenzen zu sehen ist. Dazu gehört z.B. Kants Kritik an homosexuellen Praktiken, Linnés Versuch,Ordnung in die Natur zu bringen und Frankensteins Monster,das in der Gesellschaft nur noch als krankes Gehirn statt als eigenes Subjekt kommuniziert wird. Kultur- und sozialkritische De-Marginalien zu den Grenzen von Gege wart und Vergangenheit, Spiel und Jugend, Leben und Tod runden den Band ab. |
InhaltsverzeichnisDe-Marginalisierungen: Zur Einführung 9 Johan Huizingas Homo
ludens:
Kulturgeschichte, Kulturkritik und Kultur als Aufgabe 11 Geschichte der Sieger? Zu Walter Benjamins These von der Parteilichkeit des Historismus 27 Mitte und Rand 45 "On the threshold". Die Präsenz der Jugend in der Frühen
Neuzeit 61 Habermas’ Theorie des kommunikativen Handelns als Impuls für sozialpädagogisches Handeln 77 |
Sex und reine Vernunft. Zur moralischen Bewertung des wechselseitigen
Gebrauchs der Geschlechtsorgane bei Kant 101 Der Blumenkönig Carl von Linné und das System der Natur 115 Kiss of
Death – Kiss of Life. Untote Betrachtungen über die conditio vampirica
135 Monster zwischen schlechter Gesellschaft und krankem Gehirn. Die Transformation des Frankenstein’schen Monsters vom Subjekt
zum Objekt 149 Personalbibliographie Gisela Engel 163 Zu den Autoren, Herausgebenden und der Jubilarin 167
|