Matthias John

Ferdinand Bender (1870–1939). Sein Weg vom Anarchisten zum Gewerkschafter

 

[= BzG – Kleine Reihe Biographien, Bd. 5], trafo verlag 2004, 134 S., zahlr. Abb., Tb, ISBN 978-3-89626-399-5, 13,80 EUR

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Im Buch wird der Lebensweg Ferdinand Benders nachgezeichnet. Wenn es in einem Jubiläumsartikel zu seinem sechzigsten Geburtstag hieß, daß er "unermüdlich und in vorbildlichster Pflichterfüllung und mit seltenem Geschick ... für die Interessen der Kollegenschaft und der Organisation ein Menschenalter hindurch gewirkt habe", so tritt darin zugleich das "Elend" seiner Biographie zutage: Würde es in seinem Leben nicht die Zwischenspiele in der anarchistischen und in der Rätebewegung geben, die seiner Karriere in der Gewerkschaftsbewegung einen gewissen unverwechselbaren Zug verleihen, so könnte seine Biographie in ihrer "penetranten Biederheit" durchaus Langeweile beim biographisch interessierten Leser auslösen. Er verkörperte ebenso wie Alwin Brandes, mit dem er jahrelang als Gewerkschaftsfunktionär in Magdeburg eng zusammenarbeitete, "jene Tugenden, die eine Großorganisation, die sich auf Freiwilligkeit gründet, jahrzehntelang zusammenhalten, die aber weder bei Schriftstellern noch bei heutigen Lesern gesteigertes biographisches Interesse wecken."

 

Inhaltsverzeichnis

 

1. Die stürmischen Jugendjahre 8

2. Seine Wandlung zum "zweck- und zielbewußten Anarchisten" 10

3. Die geistige und moralische "Besserung" des Ferdinand Bender 14

4. Hauptamtlicher Gewerkschaftsfunktionär im Wilhelminischen Deutschland 18

5. Teilnehmer an zahlreichen Gewerkschaftskongressen und Parteitagen am Vorabend des Ersten Weltkriegs 22

6. Ferdinand Bender als Vertreter gewerkschaftlicher Interessen im Deutschen Reichstag 30

7. Ein eifriger Verfechter des Rätegedankens 33

8. Wegbereiter einer einheitlichen Gewerkschaft der öffentlichen Betriebe und des Verkehrs 39

9. Sein Wirken in der internationalen Gewerkschaftsbewegung 42

10. Benders Auftreten außerhalb "seiner" Gewerkschaft in den Jahren der Weimarer Republik 45

 

Quellen zur Biographie von Ferdinand Bender 49

1. Auszug aus den geheimen Registraturakten des Berliner Polizeipräsidiums 49

2. Ferdinand Benders Rede vor dem italienischen Generalkonsulat in Zürich, gehalten am 28. Januar 1894 51

3. Zeitungsbericht über die Rede Ferdinand Benders zum Thema: "Was wollen die Anarchisten?", gehalten am

6. Juni 1894 in Frankfurt/Main 52

4. Auszug aus einem Versammlungsbericht des "Berliner Intelligenz-Blattes" 54

5. Auszüge aus den Versammlungsakten der Hamburger Politischen Polizei 56

6. Notiz aus der anarchistischen Zeitung "Der Sozialist" 57

7. Bericht der Berliner Politischen Polizei 58

8. Bericht der Berliner Politischen Polizei 59

9. Protokollnotiz der Berliner Politischen Polizei 65

10. Bericht der Hamburger Politischen Polizei mit mehreren Nachträgen 65

11. Schreiben des Königlichen Polizeipräsidiums Magdeburg 68

12. Schreiben des Königlichen Polizeipräsidiums Magdeburg 69

13. Schreiben des Königlichen Polizeipräsidiums Magdeburg 70

14. Versammlungsbericht aus der anarchistischen Zeitung "Der Sozialist" 72

15. Schreiben des Königlichen Polizeipräsidiums Magdeburg 74

16. Auszug aus einem Versammlungsbericht der anarchistischen Zeitung "Der arme Conrad" 76

17. Schreiben der Polizeiverwaltung der Stadt Elberfeld 77

18. Schreiben der Polizeiverwaltung der Stadt Elberfeld 78

 

Auszüge aus Reden Ferdinand Benders zu grundsätzlichen Fragen 81

1. Bewilligung der Kriegskredite 81

2. Sozialisierung1  84

3. Betriebsrätegesetz1  90

4. Die Praxis des Betriebsrätegesetzes 95

5 . Wirtschaftsdemokratie und Einheit der Arbeiterklasse 98

 

Überblick über die von Ferdinand Bender im Deutschen Reichstag gehaltenen Reden sowie abgegebenen Erklärungen 101
Literatur 105

Personenverzeichnis 119

Register 120

Über den Autor 124

 

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