Klaus Kühnel (Hrsg.)

'Ich war glücklich'. Max Opitz (11.9.1890–7.1.1982)

[= BzG – Kleine Reihe Biographien, Bd. 11], trafo verlag 2006, 47 S., ISBN (10) 3-89626-282-3, ISBN (13) 978-3-89626-282-0, 6,80 EUR

 

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Zum Inhalt

Das Leben von Max Opitz hätte als Lehrbuch für Parteigeschichte dienen können, wenn die SED freimütiger mit ihrer Vergangenheit umgegangen wäre und ihre altgedienten Genossen nicht zum öffentlichen Schweigen über längst korrigierte Fehler verpflichtet hätte. Opitz, Mitbegründer der KPD in seiner Garnisonstadt Chemnitz, gehörte zum linken Flügel der in sich gespaltenen Partei.
Aus Überzeugung kämpfte er gegen extreme Linke, gegen Rechte und gegen Versöhnler innerhalb seiner Partei, stieg allmählich in der Funktionärshierarchie ganz nach oben, gehörte endlich dem ZK unter Thälmanns Führung an und nahm an dessen legendärer letzten Sitzung in Ziegenhals teil. Als die Nazis an die Macht kamen, war er Politischer Sekretär der Bezirksleitung Ruhrgebiet, stand auf der Fahndungsliste der Gestapo ganz oben, tauchte unter, wurde als Illegaler in Stuttgart verhaftet und vor Gericht gestellt. Aus dem Zuchthaus entlassen, wurde er ins KZ Sachsenhausen verschleppt und musste dort mit ansehen, wie die SS eine kommunistische Widerstandsgruppe zerschlug, indem sie führende Genossen ermordete. Max Opitz überlebte das Lager und den Todesmarsch und kam nach seiner Befreiung durch die Rote Armee als Polizeipräsident nach Dresden, dann als Oberbürgermeister nach Leipzig, bis ihn Wilhelm Pieck zum Chef seiner Präsidialkanzlei berief. Hier in Berlin war sein “Zwangsfreund” Walter Ulbricht von der rechten Position der KPD inzwischen mit sowjetischer Hilfe zur Macht gekommen. Er überhäufte Opitz zwar mit Orden und Ehrungen, aber stellte ihn politisch kalt.

Max Ernst Opitz bei Wikipedia

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