[= Schriftenreihe des Hedwig Hinze-Instituts Bremen, Bd. 7], trafo verlag, 2003, 215 S., Abb., ISBN 3-89626-239-4, EUR 22,80
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Zum Inhalt Um 1900 gab es in Deutschland eine breite und lebhafte gesellschaftliche Diskussion über die Kinderarbeit und die Frage ihrer gesetzlichen Regelung. Nachdem die Fabrikkinderarbeit im Rahmen der Gewerbeordnung 1891 verboten worden war, geriet nun die Erwerbsarbeit von Kindern in allen anderen Wirtschaftszweigen in den Blick der Öffentlichkeit und der Regierung. Über zwei Millionen Schulkinder gingen damals einer bezahlten Beschäftigung im Gewerbe, in der Hausindustrie, im Handel und in der Landwirtschaft nach. Aus dem Spektrum der Gegner und Gegnerinnen der Kinderarbeit hat die Autorin vier gesellschaftliche Gruppen ausgewählt: die Volksschullehrer, die bürgerliche Sozialreform, die Freien Gewerkschaften und die bürgerliche Frauenbewegung. Sie geht der Frage nach, wie diese in ihren Presseorganen über die Kinderarbeit berichteten und diskutierten: Welche Positionen vertraten sie? Welche Lösungen propagierten sie? Welche Kinderschutzaktivitäten entfalteten sie? Das Augenmerk richtet sich vor allem auf die Wahrnehmung der Kinderarbeit und die Debatte über deren staatliche Regulierung sowie auf die Wirkung entsprechender Schutzgesetze bis in die Anfänge der Weimarer Republik.
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Vorwort der Herausgeberinnen
Einleitung
A. Die gesetzliche Regelung der Kinderarbeit im Deutschen Kaiserreich
1. Der Kinderarbeitsschutz in der Gewerbeordnung
2. Das Gesetz, betreffend die Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben von 1903
3. Die Hausarbeitsgesetze von 1911 und 1913
B. Die Soziale Praxis – Sprachrohr der Gesellschaft für Soziale Reform
Das Thema Kinderarbeit in der sozialpolitischen Zeitschrift
1.
Berichte, Erhebungen und Debatten bis 1904
Die Enquête über die gewerbliche Kinderarbeit von 1898
Das Gesetzgebungsverfahren der Jahre 1901 bis 1903
Das Kinderarbeitsgesetz – „Eine hochbedeutsame Tat der Sozialreform“
2. Der Kinderarbeitsschutz auf dem Prüfstand
- Die Gewerbeaufsichtsberichte
- Kinderschutzorganisationen
- Die Krankenkassen als Hüterinnen des Kinderarbeitsschutzes
3. In den Archiven verstaubt – Die Regelung der Kinderarbeit in der Land- und Hauswirtschaft
Zusammenfassung
C. Die Pädagogische Zeitung. Verbandsorgan des Deutschen Lehrervereins
Das Thema Kinderarbeit in der Lehrerzeitung
1. Eine Initiative mit Folgen – Die Erhebungen der Volksschullehrer über Kinderarbeit
- Die Debatte über Kinderarbeit auf der Deutschen Lehrerversammlung 1898
2. Berichte, Meinungen und das Kinderarbeitsgesetz von 1903
3. „Keine Polizeiagenten“ – Lehrer und Lehrerinnen und der Kinderarbeitsschutz
4. Keine Lösung – Kinderarbeit in der Landwirtschaft
Zusammenfassung
D. Das Correspondenzblatt der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands
Das Thema Kinderarbeit in der Gewerkschaftszeitung
1. Aufklärung und Information bis 1903
2. Kinderarbeit – Kein Thema mehr?
Zusammenfassung
E. Die Presse der bürgerlichen Frauenbewegung
Das Thema Kinderarbeit in den Frauenzeitschriften
1. Aufklärung und Aufrufe zur „thätigen Mithilfe“
- Die Petition des Bundes Deutscher Frauenvereine (1902)
2. Das Kinderarbeitsgesetz und seine Folgen
3. Die Kinderschutzkommission des Bundes Deutscher Frauenvereine
4. Kinderarbeit im Ersten Weltkrieg
Zusammenfassung
F. Auswertung und Schlußbetrachtung
1. Die Berichterstattung über Kinderarbeit
2. Die Wahrnehmung der Kinder, Eltern und Arbeitgeber
3. Die Kinderschutzaktivitäten
Schlußwort
Anhang
Tabellen
Kurzbiographien der Autor/innen und Herausgeber/innen
Quellen- und Literaturverzeichnis