Vorwort der Herausgeberinnnen
Teil I Einleitung
1. Kultfigur Hedwig Dohm
2. Hedwig Dohm: Ein biografischer Überblick
Teil II Aufbau, Entstehung und Benutzung der Bibliografie
3. "Alles, was ich schreibe, steht im Dienst der Frauen."
4. Zu Hedwig Dohms Veröffentlichungen
4.1 Zu den Monografien
4.2 Zu den Beiträgen in Sammelwerken, Zeitschriften und Zeitungen
4.2.1 Zeitschriftenrecherche
4.3 Profile relevanter Zeitschriften
4.3.1 Die Aktion
4.3.2 Die Frauenbewegung
4.3.3 Nord und Süd
4.3.4 Sozialistische Monatshefte
4.3.5 Westermanns (Illustri[e]rte Deutsche) Monatshefte
4.3.6 Die Zukunft
4.4 Zu Hedwig Dohms Rezensionen
5. Zu den Texten über Hedwig Dohm
Teil III Bibliografie
6. Texte von Hedwig Dohm, chronologisch
6.1 Monografien
6.2 Beiträge in Sammelwerken
6.3 Beiträge in Zeitschriften und Zeitungen, nach Titeln der Periodika
6.3.1 Zeitschriften
Die Aktion
Bühne und Welt
Die Frau
Die Frauenbewegung
Die Gegenwart
Die Gesellschaft
Das Landhaus
Das Lit(t)erarische Echo
Mutterschutz
Neue Monatshefte für Dichtkunst und Kritik
Nord und Süd
Sozialistische Monatshefte
Die Staatsbürgerin
Westermanns (Illustri[e]rte Deutsche) Monatshefte
Die Woche
Die Zeit
Die Zeit im Bild
Die Zukunft
6.3.2 Zeitungen
MünchenAllgemeine Zeitung,
Berliner Tageblatt
Hamburger Fremdenblatt
Der Tag, Berlin
Vossische Zeitung, Berlin
6.4 Rezensionen mit Kurzbiografien der rezensierten Autorinnen
7. Texte über Hedwig Dohm, chronologisch
7.1 Monografien und Aufsätze
7.2 Aufsätze und Artikel zu besonderen Anlässen
7.2.1 Hedwig Dohms 75. Geburtstag
7.2.2 Hedwig Dohms 80. Geburtstag
7.2.3 Hedwig Dohms 85. Geburtstag
7.2.4 Hedwig Dohms Tod
7.3 Texte in Sammelwerken, Handbucher u. ä. zur Frauenbewegung
7.4 Texte der Feministischen Literaturwissenschaft
7.5 Lexika
7.6 Belletristische Texte
7.7 Sonstige Texte
Teil IV Anhang
8. Abkurzungsverzeichnis
9. Personenregister
10. Danksagung
Vorwort der Herausgeberinnen
Hedwig Dohm kann in Deutschland als eine der ersten und die wichtigste Vorkämpferin für das Recht der Frauen auf Bildung und für deren uneingeschränkten Zugang zu den Universitäten bezeichnet werden. In klaren Worten und mit beißender Ironie hat sie die in ihrer Zeit herrschenden Vourteile gegeißelt, die den Frauen die Fähigkeit zu wissenschaftlichem Denken absprachen.
125 Jahre nach Erscheinen ihrer Schrift "Die wissenschaftliche Emancipation der Frau" ist es uns daher eine große Freude, eine akademische Abschlussarbeit über Hedwig Dohm zur Veröffentlichung bringen zu können.
Das Hedwig Hintze-Institut Bremen, getragen von der Hedwig Hintze-Gesell-schaft für historische Forschung und Bildung, hat sich unter anderem zur Aufgabe gesetzt, besonders gelungene, herausragende Examensarbeiten in seiner Schriftenreihe zu publizieren. Es kommen hier vorzugsweise Arbeiten aus unseren eigenen Forschungs- und Lehrgebieten in Frage, aber auch anderweitig entstandene Diplom-, Magister- oder Staastexamensarbeiten von besonderer Qualität, die sich im weitesten Sinne mit historischer Forschung beschäftigen, in Frage. Die Universität Bremen unterstützt durch einen Kooperationsvertrag mit der Hedwig Hintze-Gesellschaft dieses Anliegen nachhaltig; es liegt durchaus in ihrem eigenen Interesse, auch auf diese Weise auf die Qualität ihrer Ausbildungsgänge aufmerksam zu machen.
Das Hedwig Hintze-Institut möchte mit seinen Aktivitäten den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern und ihm für seine ersten wissenschaftlichen Ergebnisse Präsentationsmöglichkeiten eröffnen. Außer mit Workshops und Vortragsreihen versuchen wir diese Aufgabe nun auch mit der Reihe 'Examensarbeiten' zu realisieren. Bekanntlich gibt es ja schon unterhalb der Ebene Dissertation immer wieder exzellente Abschlussarbeiten, die solide erforschte Erkenntnisse enthalten und es deshalb wert sind, einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu werden.
Die Publikation einer Bibliographie 'Hedwig Dohm' bedarf eigentlich keiner näheren Begründung. "Dohms Schriften sind Zitatenschatz geworden," schreibt Nikola Müller in ihrer Einleitung, "eine Fundgrube feministischer Aphorismen, gern und oft... geleitwortartig zitiert" (Müller, 5). Dabei hapert es, stellt sie fest, mit den genaueren Kenntnissen über Leben und Werk, vor allem aber über die Rezeption der zahlreichen Schriften der ungeheuer produktiven Schriftstellerin. Die neue Frauenbewegung der 1970iger Jahre hat Hedwig Dohm offenbar nur oberflächlich wiederentdeckt, auch tiefergehende Biographien können sich keineswegs auf die ganze Fülle des Quellenmaterials stützen. Erstmals werden nun in dieser Arbeit alle verfügbaren bibliographischen Hilfs- und Findmittel eingesetzt, um Primär- und Sekundärliteratur aufzuspüren, zu sichten und zu kommentieren. Eine äußerst umfangreiche bibliographische Recherche und Zeitschriftendurchsicht war dazu nötig; auf der Basis immer fundierterer Kenntnisse über die 'Szene', in der Hedwig Dohm lebte und schrieb, wurde dann eine klug und kurz gefasste Kommentierung der Primärquellen und ausgewählter Sekundärliteratur möglich. Das wird diese Bibliographie zu einer Fundgrube für alle interessierten Leserinnen machen, die nicht nur über Dohm und die Berliner Szene, sondern auch über das geistige Umfeld der deutschen Frauenbewegung im In- und Ausland Einblicke gewinnen oder vertiefen möchten. Den zahlreichen Forschungsvorhaben zur Geschichte der Frauenemanzipation in Deutschland ist damit ein wichtiger Dienst von hohem Gebrauchswert erwiesen, der künftig "Wege, Zeit und Geld" (Müller) sparen wird.
Eva Schöck-Quinteros / Elisabeth Dickmann
Bremen, im Februar 1999