aus dem Französischen von Reinhardt Gutsche, [= Autobiographien, Bd. 21], 160 S., zahlr. Fotos, ISBN (10) 3-89626-222-X, ISBN (13) 978-3-89626-222-6, 15,80 EUR
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„Erinnerungen eines Unerwünschten“ nennt Siegmund Gingold seine in Frankreich erschienene Familiensaga. Es ist „das Leben einer Emigrantenfamilie in der zweifellos tragischsten Epoche des 20. Jahrhunderts“, wie der 1922 geborene Autor schreibt. Er will das außergewöhnliche Schicksal der Seinen festhalten, weil, wie Eli Wiesel einmal sagte, „die Toten zum zweitenmal sterben würden, wenn man die Erinnerung an sie verlöre“. Der Begriff „Unerwünscht“ begleitet die Familie von Polen über Deutschland nach Frankreich als ein ständiges Urteil der Behörden. Es ist die bewegende Geschichte einer aus Polen stammenden jüdischen Familie, die in der kommunistischen deutschen Jugendbewegung und in der französischen Résistance eine Heimat gefunden hat. Dort waren sie nicht unerwünscht, sondern geachtete Mitkämpfer gegen das verbrecherische Naziregime.“
(Gerhard Leo)
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