Rainer Thiel

Schülerstreik in Storkow – Bundesland Brandenburg, 11.–19. September 2000

 

trafo verlag 2001, 198 S., 30 Fotos, ISBN 3-89626-066-9, 10,80 EUR 

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Am 1. Tag des Schuljahres, 7.25 Uhr, stehen 40 Schüler zum Eintritt in die Abiturstufe auf der Liste der Schulrätin, aber 39 sind nur anwesend. Die Schulrätin scheint am Ziel ihrer Wünsche: Die Abiturstufe in der Kleinstadt Storkow auszulöschen. 7.35 Uhr verweist sie die Schüler in die Nachbarstädte, dann läßt sie die Kinder allein. Die zornige Bürgerschaft und 23 Medien im Rücken besetzen 500 Schüler ihre Schule, unterrichten sich tagelang selbst, ringen mit der Regierung – und siegen.

 

Rainer Thiel schildert den dramatischen Verlauf und beleuchtet die Hintergründe.

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

Storkow, Landkreis Oder-Spree im Bundeslande Brandenburg

• Städtchen zwischen zwölf Seen

• Das Friedensdorf und seine Schöpfer. Pfarrer, Bürgermeister und noch andere

 

Abitur in Storkow und überall

• Zur rechten Zeit die Weiche stellen, nicht zu früh. Sonst kommt man nicht aufs Gleis der weiten Bildung

• Die Familien sind verschieden. Ein Minister muß das tolerieren 
• Gebt den Kindern Zeit zum Reifen

 

Schulen in Brandenburg und Bundesrepublik

• Stundenausfall. Erziehung zur Schlamperei und Raub von Jugendzeit

• Wie viele Schüler müssen in ein Klassen-Zimmer? So viele wie beim Kaiser

 

Der Anlaß zum offenen Ausbruch der Krise

• Was will der Minister?

• Was wollte die Schul-Rätin?

• Der erste Schultag im ersten Schuljahr des neuen Jahrtausends – ein Rausschmiß-Tag

 

Es soll sich rechnen

• Wie rechnet sich die Landes-Politik?

• Wie rechnet sich’s beim Schüler ???

• Treue zu den Anvertrauten?

 

Fehlstart ins neue Schuljahr

• Eine Woche Angst und Zorn

• Kerzen oder Streik?

• Streiken – aber wie?

 

Vom Rausschmiß auf zur Wende

• Gibt es ein Vorbild für Protest?

• Die Streik-Idee gewinnt Fasson

• Streik-Idee: Unterrichts-Marathon in Regie der Schüler

• Der Anstoß wird gewagt

 

Es rollt der Ball. Sehr rasch beginnt Aktion

• Schöner, schwerer Anfang. Montag, 11. September. Der Morgen

• Ein Zwischenfall

• Start des alternativen Unterrichts

• Montag, 11. September. Nachmittag und Abend

• Erinnerungen an einen Rausschmiß 1956: "Wir wollen kein zweites 1956"

• Die erste Übernachtung in der Schule

• Dienstag, 12. September – die Aktion konsolidiert sich

• Dutzende Lehrer müssen hunderte Eltern anrufen – das Schulamt bläst zum Streikabbruch....

• ..... doch der Streik geht weiter

• Mittwoch, der dritte Streiktag

 

Die Knospen gehen auf

• Alternativer Unterricht I – Schüler unterrichten Schüler

• Alternativer Unterricht II – Studenten und Storkower

• Bürger unterrichten

• Die Schüler und ihre Logistik

• Die Medien und der Schülerstreik

 

Schüler und Bürger beim Staatssekretär in Potsdam. Neunter Tag im Schuljahr, vierter Streik-Tag. 14. September

• Unterm Vorsichts-Deckel baut sich Spannung auf

• Die Spannung wird zum Platzen gut. Und den Schülern winkt der Sieg

• Freitag, fünfzehnter September

• Siebenunddreißig plus x Elftklässler

• Der Sieg hat erst mal nur gewinkt. Montag, 18. September: erneut ein Rausschmiß

 

Vierhundert Schüler gehen in’s Asyl. Festliche Immatrikulation der Elftklässler im Friedensdorf

• Meeting der Ausgesperrten vorm Eingang zum Schulhof

• Anmut und Würde: Die streikenden Schüler immatrikulieren ihre Elftklässler im Friedensdorf

 

Bilanzen

• Das amtliche Ergebnis, am Abend des neunten Streik-Tags

• Wie engagierten sich Mitglieder des Landtags? Idee zu einem Politogramm

• Es hat keine Besiegten gegeben. Dennoch sinnen Bürokraten auf Vergeltung

• Vergeltung wird bemerkbar. Dazu ein offner Brief an Manfred Stolpe

• Noch ein offener Brief an Landesvater Stolpe. Und wie es danach weiterging

 

Nach dem Streik

• Gründung des Kinder- und Jugendparlaments in Storkow durch Mitglieder des Streikkomitees

 

Rückblicke

• Weihnachtskonzert und Internet-Café im Friedensdorf.

• Schüler für sich und ihre Heimat in der deutschen Bundesrepublik

• Dokument vom 28.02.01 – sieben Schüler über sich selbst: "Von Siegesgefühlen bis hin zum Nervenzusammenbruch"

 

 

 

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